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Einst Erdwüste, nun Vorzeige-Anlage

Einst Erdwüste, nun Vorzeige-Anlage

BERGLICHT. Wenn das kein Grund zum Jubeln ist: Fünf Tage feierte der Sportverein "Blau-Weiß" Berglicht die Einweihung des neuen Rasenplatzes. Als zusätzliches Geschenk erhielt der Verein noch die Zusage für die Bewilligung des Zuschusses für den Bau des Trainingsgeländes.

Martin Petry, dem Ersten Vorsitzenden des SV Berglicht, ist die Freude anzusehen, doch den Ball des Dankes spielt er in seiner Einweihungsrede sofort weiter. "Unsere Ortsgemeinde hat das erst möglich gemacht", bedankt er sich. Das neue grüne Schmuckstück des B-Ligisten ist 100 Meter lang, 60 Meter breit, und mit einer Warmlaufbahn und einer Beregnungsanlage ausgestattet. Die Gesamtkosten liegen bei rund 201 000 Euro, die Bauzeit betrug circa neun Monate. "Der Verein hat eine Eigenleistung von rund 30 000 Euro erbracht", sagt Petry. In erster Linie soll der Berglichter Nachwuchs von dem neuen Rasengelände profitieren. "Wir hatten in den vergangenen zehn Jahren keine Jugendmannschaft mehr", berichtet Petry, und erhofft sich durch den Rasenplatz auch einen Schub im Jugendfußball. Das wünscht sich auch Gründungsmitglied Burghard Okfen, der mit der Hand über die Grashalme streichelt und dabei in Nostalgie schwelgt. "Vor knapp 50 Jahren wurde hier auf einer Stein- und Erdwüste gespielt, das war schon gefährlich", erinnert er sich. Im Jahre 1974 folgte dann die Überarbeitung zu einem Tennenplatz, der nun zum Rasenplatz umgewandelt wurde. Voll des Lobes über das, was der Verein geleistet hat, war auch Ehrengast Walter Desch, der erste Vorsitzende des Fußballverbandes Rheinland: "Zu so einem tollen Platz gehört schon fast der Aufstieg in die A- Liga." Petry trat als Vorsitzender und Trainer in Personalunion sofort auf die Euphoriebremse: "Wir spielen lieber in der B-Liga oben mit, als aus der A-Liga ab." Mit einem fünftägigen Feiermarathon wurde die "tolle Gesamtleistung des Vereins" gebührend gefeiert. Neben den Spielen auf dem sattgrünen Rasen trafen sich die Berglichter täglich mit Freunden und Bekannten im großen Festzelt, egal ob zum Mittagessen, zum Schunkeln durch die Weißbiernacht, oder zum Abtanzen in der Foxtrottnacht. Nach einer kurzen Ruhepause werden sich die Vereinsmitglieder erneut mit großer Motivation an die Arbeit begeben. "Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum soll dann auch das neue Trainingsgelände fertig sein und eingeweiht werden", blickt Petry voraus.