Eintrittspreise steigen erneut

Alles wird teurer - auch die Touristenattraktionen. Im Steinkaulenberg und an der Historischen Weiherschleife müssen Besucher ab 2011 tiefer in die Tasche greifen. Das hat der Stadtrat Idar-Oberstein beschlossen und somit dem Wunsch der Edelsteinminen GmbH nachgegeben.

Idar-Oberstein. (sc) Nach 2009 steigen die Eintrittspreise im Besucherbergwerk Steinkaulenberg in Algenrodt und der Historischen Weiherschleife in Tiefenstein ab dem 1. Januar 2011 erneut um 50 Cent an. Der Stadtrat folgte einem entsprechenden Wunsch der Edelsteinminen GmbH in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Der Eintritt zu den Minen wird dann in der höchsten Kategorie (Erwachsene) fünf Euro betragen, in der Weiherschleife vier Euro.

Gestiegene Kosten als Rechtfertigung



Als Begründung führt die GmbH gestiegene Kosten in vielen Bereichen an. Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen sowie Investitionen unter anderem in ein modernes, mehrsprachiges Audio-Führungssystem kommen hinzu, wie Oberbürgermeister Bruno Zimmer in der Sitzung erläuterte. Alleine die Beseitigung des Felssturzes im Oktober 2009 kostete die GmbH knapp 26 000 Euro. Zudem planen Stadt und Betreibergesellschaft die Umwandlung des Schürfstollens in einen Heilstollen. Dafür gibt es zwar umfangreiche Landeszuschüsse, dennoch muss die Edelsteinminen GmbH auch hier erhebliche Eigenmittel aufwenden, geschätzt werden 8000 bis 10 000 Euro an jährlichen Mehr-belastungen.

Mit dem neuen Höchsteintritt von fünf Euro liegen die beiden Idar-Obersteiner Touristenattraktionen auf dem gleichen Niveau wie etwa das Deutsche Edelsteinmuseum (fünf Euro), das Museum Idar-Oberstein (4,70 Euro) und die Besucherstollen in Bad Kreuznach (fünf Euro) und Fischbach (4,50 Euro). Nur der Eintritt in die Schiefergrube Herrenberg in Bundenbach ist mit 3,50 Euro noch deutlich günstiger.

Forderungen nach einer Kombi-Karte



Vor dem Hintergrund, dass sich die zahlreichen Idar-Obersteiner Besuchereinrichtungen für eine Familie auf eine beträchtliche Summe aufaddieren, erneuerte Wolfgang Augenstein die Anregung der Liste der unabhängigen Bürger (LUB) nach einer Kombi-Karte für die Schmuckstadt, bei der man ermäßigten Eintritt erlangt, wenn man tatsächlich mehrere Sehenswürdigkeiten aufsucht - was ja im Interesse der Betreiber und der Stadt ist.

"Eine solche Karte ist überfällig, andere Regionen haben die seit langem", argumentierte Augenstein. Und bekam vom Oberbürgermeister recht: "Es gibt da bereits Gespräche." Auch Elisabeth Jost (SPD) und Armin Korpus (CDU) erklärten für ihre Fraktionen die Zustimmung zu den Preiserhöhungen. Korpus erinnerte dabei aber auch an den Wunsch der CDU, "doch einmal die Bilanzen der Edelsteinminen GmbH in Gänze" vorgelegt zu bekommen.

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