Einzelhandel

Zur möglichen Ansiedlung eines Action-Markts im Wittlicher Vitelliuspark erhielten wir diese Zuschrift:

Wie man liest, hat nicht etwa die Stadtverwaltung den Auftrag für das Gutachten zu einem dritten Schnäppchenmarkt in Auftrag gegeben, sondern der "Action Markt"-Investor selbst. Hat Frau Meurer — die es vom Grundsatz her für schwierig hält, das Gutachten in Zweifel zu ziehen — es wirklich für möglich gehalten, dass der Investor einen Bauantrag einreicht und diesem ein Gutachten beifügt, das zu dem Ergebnis kommt, das Vorhaben sei schädlich für die Innenstadt? Wenn Herr Schaefer meint, dass die Kunden mit den Füßen abstimmen, sind sie mit den vorhandenen, fußläufig zu erreichenden Schnäppchenmärkten bestens bedient. Eine Nachfrage bei den bestehenden Märkten hat keine Beschwerden über nicht zu bewältigenden Zulauf ergeben. Trotzdem finde ich, dass es nicht Aufgabe der Stadt ist, einzelnen Branchen Bestandsschutz zu geben. Die von Herrn Klein erwähnte "städtebauliche Sicht" wäre das richtige Beurteilungskriterium. Aber was hat eine Kiste auf der grünen Wiese, für die kein Bedarf besteht und die nur eine Ausweitung von Autoverkehr und Bodenversiegelung mit sich bringt, mit Städtebau zu tun? Dann lieber, wie Herr Lequen meint: "grüne Wiese"; im Ernst: Sei es ein Park innerhalb der hohen Bebauungsdichte oder als Reserve für eine attraktivere Nutzung mit tatsächlichem Bedarf. Fragen des Städtebaus gehören in den Rat. Dabei sollte er sich nicht von interessengeleiteten "Gutachten" blenden lassen, noch sollte er den Ball der Kreisverwaltung überlassen. Diese prüft nämlich nur, ob das Baurecht eingehalten wird. Dieter Rass, Wittlich