Einzelhandel

Zum Artikel "FDP kritisiert Pläne für Einkaufsgalerie in Kues" (TV, 14. März) meint dieser Leser:

Eigentlich hatte ich nach dem ersten Artikel im TV mehr Reaktion der Einzelhändler der Stadt Bernkastel-Kues erwartet. Nun hat sich die FDP-Fraktion kritisch gegenüber den Plänen eine Einkaufsgalerie auf dem Gelände der ehemaligen Firma Wenzel geäußert. Hut ab, wenigstens ein Teil des Stadtrates und des Werbekreises kann man Weitsicht, Durchblick und in die Zukunft orientierte Überlegungen bescheinigen. Dass es in Bernkastel-Kues zum Beispiel Bedarf an Elektrogeräten gibt, ist schlichtweg falsch. Seit Jahrzehnten sind hier drei Händler für Unterhaltungselektronik (früher Radio-Fernsehen), mittlerweile drei Händler für Elektrogeräte Service -Verkauf und ein Markt der beides anbietet, ansässig. Im Prinzip ist es richtig, weitere Geschäfte für Waren, die es bisher nicht gibt, zuzulassen, nur wenn das Ladengeschäft mit diesem Angebot nicht floriert und wieder schließt, wird erfahrungsgemäß der Laden an den nächsten Meistbietenden weitervermietet und achtet niemand darauf, welche Artikel hier verkauft werden. Dann findet ein Verdrängungswettbewerb statt, der sicher nicht gewollt sein kann, denn gegen Großkonzerne kann der "kleine" Einzelhändler, der treu und brav seine Gewerbesteuern und Abgaben zahlt, niemals konkurrieren. Ich war letzte Woche seit Jahren zu einem Stadtbummel in Wittlich und war zutiefst entsetzt, das hier in der Innenstadt acht Ladengeschäfte, die ich gesehen habe, leer stehen, ich hoffe, in Wirklichkeit sind es nicht noch mehr. So ähnlich sieht oder sah es in Traben-Trarbach auch mal aus. Wollen Sie, der Bürgermeister oder der Stadtrat ähnliche Verhältnisse oder haben Sie dann schon ein Konzept, wie man die leerstehenden Geschäfte in Bernkastel-Kues wieder "füllen" kann? Ich selbst war 35 Jahre als Kaufmann in Bernkastel-Kues selbstständig, habe Steuern und Abgaben entrichtet und kann diese Pläne nur ablehnen. Karl Heinz Bechtel, Bernkastel-Andel