Floristik : Eisenschmitt blüht auf

Bürger haben ehrenamtlich 1200 Geranien gepflanzt, damit das Dorf noch schöner wird.

Peter Rob ist sehr stolz auf sein Dorf. In den einzelnen Straßen sind überall Blumenkästen mit Geranien in Rot oder Pink aufgestellt. An Gartenzäunen, auf Mauern, am Friedhof und den Kriegsgräberdenkmälern, an Brückengeländern und natürlich am Clara-Viebig-Brunnen.

Das kann einer alleine nicht auf die Beine stellen. Das ganze Dorf hat nämlich mitgeholfen, damit 300 Blumenkästen mit 1200 Geranien blühen konnten.

Peter Rob, von der Interessensgemeinschaft „Eisenschmitt blüht auf“, erklärt: „Ich komme viel in Deutschland und dem benachbarten Ausland rum und es ist einfach schön, wenn man in Orte kommt, die viel Blumenschmuck haben. Es ist einfach freundlich und einladend.“

Im Elsaß, so der Eisenschmitter, gebe es Wettbewerbe zwischen den Orten, wer die schönsten Blumen habe. „Das wird von Paris aus unterstützt“, sagt er. Von der Idee, die er Anfang des Jahres dem Ortsbürgermeister vorstellte, bis zur Umsetzung, war es aber ein langer Weg. Zunächst hat er sich an Ortsbürgermeister Rainer Steilen gewendet, der ihm seine Unterstützung zugesagt hat, dann hat er sich um die Blumen, Kästen, Erde und Halterungen gekümmert.

„Die Halterungen sind selbst angefertigt. Anders ging das nicht, sonst wäre es zu teuer geworden“, berichtet er. Ein Schreiben ging an alle Haushalte raus, ob die Bürger bereit seien, für das Projekt zu spenden, mitzuhelfen oder beides zu tun. „Das kam richtig gut an. 30 Personen kamen am Samstag nach den Eisheiligen, natürlich unter Wahrung der Corona-Abstands- und Hygieneregeln, zur Schutzhütte und haben geholfen die Blumen zu setzen und im Ort zu verteilen“, freut sich der Sprecher der Interessengemeinschaft.

Ortsbürgermeister Rainer Steilen war begeistert, dass alle Altersstufen mit dabei waren. „Von acht Jahren bis 80 Jahren war alles vertreten. Das war nicht nur für das Äußere des Ortes gut, sondern auch für die Dorfgemeinschaft.“

Damit Eisenschmitt den ganzen Sommer über blüht, muss auch regelmäßig gegossen werden. Viele Bürger haben Patenschaften für Blumen in ihrem Umfeld übernommen, die anderen gießen der Ortschef und Peter Rob. „Wir haben extra Geranien gepflanzt, weil sie nicht so empfindlich sind.“

Für das kommende  Jahr könnten sich die Verantwortlichen vorstellen, die Blumen, die in der Nähe der Salm sind, mit einem Bewässerungssystem auszustatten. „Aber das kommt natürlich darauf an, ob wir Sponsoren finden, die bei der Finanzierung unterstützen würden.“ Bei der aktuellen Pflanzaktion haben sehr viele Privatpersonen und einige Firmen finanziell unterstützt, damit der 320-Einwohnerort aufblühen kann.