Elefanten und Geselligkeit prägen Belingen

Elefanten und Geselligkeit prägen Belingen

Den Namen Belingen haben viele schon gehört. Der Geselligkeitsverein Belingen trägt dazu bei, dass der Ortsteil von Wengerohr nicht in Vergessenheit gerät. Ein Straßenschild und ein Bildstock erinnern ebenfalls an den ehemals zu Bombogen gehörenden Ort.

Der Elefant, der 1950 gebaut und zum Wappentier der Belinger wurde. Im Wittlicher Fastnachtsumzug war er auch dabei. TV-Fotos (2): Christina Bents/privat. Foto: Christina Bents (chb) ("TV-Upload Bents"

Wittlich-Wengerohr. Ein Bauerndorf, das für seine Geselligkeit bekannt ist, so könnte man Belingen beschreiben. Gemeinsam mit dem Ort Berlingen und Bombogen bildeten sie bis zur Gemeindereform 1968 eine Gemeinde. Belingen gehörte auch zur Pfarrgemeinde Bombogen und die Kinder gingen dort zur Schule. Da Wengerohr immer weiter wuchs und Belingen räumlich näher an Wengerohr war, wurde es schließlich dorthin eingemeindet.
Im Jahr 690 ist der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1869 lebten dort 67 Personen, 1961 waren es 322 Einwohner und heute werden es rund 450 Menschen sein, die auf dem Gebiet Belingen leben.
Dazu gehören die Belinger Straße, die Schmiedestraße, ein Teil der Grabenstraße und die Rückseite der Fürstelstraße. Im Süden grenzt Belingen an die Bahnhofstraße.
Früher gab es einen Mandolinenverein und eine Freiwillige Feuerwehr im Ort. Heute ist der Ortsteil zum einen durch den Straßennamen Belinger Straße und zum anderen durch den Geselligkeitsverein, der in diesem Jahr 65 Jahre alt wird, lebendig.
Die Idee für den Verein entstand 1950, als die Belinger einen eigenen Rosenmontagsumzug veranstalteten. Dazu bauten sie einen überlebensgroßen Elefanten und eine Gruppe Belinger verkleidete sich als das Gefolge des "Maharadscha Aga Khan". In der Vereinschronik von 2006 heißt es dazu: "Mit Ausnahme der Kleinstkinder und der Kranken war damals das ganze Dorf auf den Beinen."
Auch in der Kreisstadt Wittlich kamen sie mit ihrem Elefant und Gefolge sehr gut an. Ein Jahr später wurde der Geselligkeitsverein gegründet und der Elefant ist das Wappentier.
Warum dieser Dickhäuter damals ausgewählt wurde, erklärte sich Meta Borchers, 1. Vorsitzende, in einem früheren Interview so: "Belingen ist ja ein klitzekleines Dorf, und ich vermute, dass sie mit dem Elefant ihre Stärke und Gelassenheit ausdrücken wollten." Bis heute veranstaltet der Verein jedes Jahr ein Sommerfest zu dem auch jüngere Familien kommen. Werner Pfleger, Vereinsmitglied seit 65 Jahren, berichtet: "Es ist sehr schön zu sehen, dass auch jüngere Familien sich beim Fest einbringen, aber es wird insgesamt für die Vereine schwieriger ihr Vereinsleben aktiv zu halten. Das merken wir auch." Dazu ergänzt er: "Aber wir haben immer noch rund 100 Mitglieder." Aktiv sind zudem die Belinger Möhnen. Sie ziehen an Weiberdonnerstag durch den Ort. Neben dem Verein und dem Straßennamen gibt es auch noch ein kleines Stück Belingen, dass sich im Flur gegenüber des Ortsausgangs Richtung Bombogen befindet: Ein kleiner Bildstock, gewidmet der Mutter Gottes. Chb