Elfriede Meurer gewinnt Wahlkreis 22 Wittlich

Elfriede Meurer gewinnt Wahlkreis 22 Wittlich

Elfriede Meurer hat erwartungsgemäß das Direktmandat im Wahlkreis 22 für die CDU gewonnen. Damit geht die Wittlicherin auf die 38 Prozent der Stimmen fielen, in ihre vierte Legislaturperiode im rheinland-pfälzischen Landtag. Nadine Zender (SPD) bekam 30,1 Prozent der Stimmen. Der Wahlkreis 22 umfasst die Stadt Wittlich, die VG Wittlich-Land und die neue VG Traben-Trarbach.

Kurz vor 18 Uhr im Wahllokal des Stimmbezirks 1105 im Alten Rathaus in Wittlich ist die Stimmung gut. Einige Wahlhelfer haben bereits damit begonnen, die Briefwahlunterlagen auszuzählen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 65,1 Prozent. Den gleichen Wert hatte es am Nachmittag bereits im Wahllokal Traben-Trarbach/Wolf gegeben. Am Ende sollte die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 22 bei 69,9 Prozent liegen.

Gegen 18.15 Uhr liegen im Rathaus der Säubrennerstadt, in der die Bürger die Auszählung auf einer Leinwand direkt mitverfolgen können, bereits die ersten Hochrechnungen auf Landesebene vor. Am Sieg der SPD ist schon nach der ersten Prognose kaum noch was zu rütteln.

In Wittlich selbst sieht das anders aus. Als gegen 19 Uhr die ersten Ergebnisse aus den Wahllokalen der Stadt eintreffen, liegt Elfriede Meurer mit 38 Prozent der Stimmen vor Nadine Zender (30,1). Dieser Trend setzt sich auch in den weiteren Wittlicher Bezirken fort. Ein anderes Bild ergibt sich jedoch in den Orten der VG Traben-Trarbach, wo Nadine Zender und die SPD häufig die Nase vorn haben.Das sagen die Direktkandidaten zu den Wahlergebnissen

Foto: Klaus Kimmling (m_wil )

Elfriede Meurer (CDU): "Ich freue mich über mein Ergebnis, allerdings bin ich entsetzt über das Gesamtergebnis auf Landesebene. Ich wäre froh gewesen, wenn die Umfragen bei der AfD nicht gestimmt hätten. Übermorgen ist Fraktionssitzung, dann wird man sehen, wie es weiter geht."
Nadine Zender (SPD): "Wir sind überwältigt. Für die erste Kandidatur bin ich absolut zufrieden, ich habe viele Orte gewonnen. Mit diesem Ergebnis hätte ich nicht gerechnet."
Simon Adriani (Grüne): "In meinem Heimatort lag ich über dem Durchschnitt der Landespartei, damit bin ich sehr zufrieden. Mit dem Wahlergebnis auf Landesebene bin ich sehr unzufrieden. In Zukunft kann ich mir vorstellen, dass ich auf der Landesliste kandidiere, aber erst einmal möchte ich mich auf die Kommunalpolitik konzentrieren."
Arno Weber (FDP): "Ich freue mich natürlich, dass die FDP in den Landtag gekommen ist. Ich habe meinen Kollegen schon gratuliert. Jetzt haben die Parteien viel zu reden. Ganz erschreckend sind jedoch die Ergebnisse der AfD auf Landesebene."
Ulrich Müller (FWG): "In meinem Wahlbezirk in Landscheid habe ich mehr als 40 Prozent geholt. Mehr kann ich derzeit nicht sagen, weil mir genauere Ergebnisse fehlen. Ich hatte das Ergebnis zwischen Malu Dreyer und Julia Klöckner enger gesehen."
Erik Hofmann (ÖDP): "In meinem Wahllokal konnte ich die Ergebnisse der Bundestagswahl bestätigen. Ich hätte mir mehr erwünscht, aber das war abzusehen. Dass die AfD mehr als zehn Prozent bekommt, ist enttäuschend."
David Koch (Die Linke):"Für uns war das Ergebnis etwas enttäuschend. Das liegt wohl daran, dass wir klare linke Positionen vertreten haben und das derzeit nicht gewollt ist."
Brigitte Hoffmann (AfD) war trotz mehrmaliger Versuche gestern Abend nicht zu erreichen.

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