Ende der Ära Trossen

Zur Wahl als Ortsbürgermeister hatte sich Elmar Trossen am 7. Juni nicht mehr gestellt. Der 69-jährige war seit 1991 Ortsbürgermeister der Gemeinde Kröv und hatte im Februar angekündigt, dass er nicht mehr kandidieren werde. In den nächsten Tagen wird der gewählte Nachfolger Günter Müllers sein Amt übernehmen.

Kröv. (khg) Zum Ende seiner kommunalpolitischen Laufbahn hatte Elmar Trossen Freunde, frühere und heutige Mitarbeiter, Ratsmitglieder sowie Mitarbeiter der Verbandsgemeinde in die Weinbrunnenhalle "Kröver Nacktarsch" eingeladen. Es wollte sich damit für die gute und harmonische Zusammenarbeit und Unterstützung in all den Jahren bedanken. In einem kurzen Abriss ließ der scheidende Ortsbürgermeister noch einmal die lange Amtszeit Revue passieren. 38 Jahre in der Gemeindepolitik, davon 18 Jahre als Ortsbürgermeister von Kröv. In seine Amtszeit fielen einige spektakuläre Ereignisse und wichtige Entscheidungen. Da war 1992 der "Felssturz in Kröv", 1997 die "Längste Tafel der Welt" mit 4176 Metern Tische (Eintrag ins Guinnessbuch), die Dorferneuerung, der Schwimmbadbau, Altenheim, Jugendraum und die Weinbrunnenhalle "Kröver Nacktarsch". Bürgermeister Otto Maria Bastgen sprach von einer guten Zusammenarbeit als Team, wobei er einräumte, dass man in der Sache oft gestritten habe, aber nie zerstritten war. Letztendlich ziehe man in Kröv an einem Strang. Dass fast alle seiner Einladung gefolgt seien, wertet Bastgen als Zeichen der Beliebtheit des ausscheidenden Ortsbürgermeisters.

Günter Müllers, der Elmar Trossen in den nächsten Tagen als Ortschef beerben wird, bezeichnete Elmar Trossen als stets fairen Partner. Er habe sich große Verdienste für Kröv erworben. Gemeinsam mit Ratsmitglied Rüdiger Löwen überreichte Günter Müllers seinem Vorgänger im Amt ein Präsent des Dankes.

Besonders gefreut hat sich Trossen, dass die Abschiedsfeier mit einer Anzahl von Weinköniginnen einen besonderen Rahmen erhielt. Er habe in seiner Amtszeit 19 hübsche, charmante "Mosellas" zur Wahl begleitet.