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Ende des "Container-Provisoriums" in Sicht

Ende des "Container-Provisoriums" in Sicht

Kaum ist der Kleinicher Kindergarten umgebaut, soll die Grundschule einen Anbau erhalten - finanziert aus Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket II. Weitere Projekte in der Gemeinde werden die Ortschronik und der Straßenausbau in Fronhofen sein.

Kleinich. (urs) Das Konjunkturpaket des Landes kommt für Kleinich gerade zur rechten Zeit. Der Gemeinde bietet sich so die Chance, die Grundschule anzubauen. Das "Container-Provisorium" im Garten der Schule sei "energetisch nicht vertretbar", begründet Ortsbürgermeister Burkhard Born. Der eigentliche Auslöser ist jedoch ein anderer. Denn in den acht Dörfern der Gemeinde, deren Schule auch Kinder aus Hochscheid und Irmenach-Beu ren besuchen, steigen die Schülerzahlen. "Wir können wieder vierzügig fahren", freut sich Born. Daher soll der Container abgerissen und an gleicher Seite angebaut werden. 360 000 Euro sind dafür kalkuliert. Born hofft, dass noch 2009 begonnen werden kann. "Sonst gibt es keinen Zuschuss." Im Haushalt findet sich das Vorhaben aber noch nicht. Die 63 200 Euro Investitionen beinhalten Projekte wie die Ortschronik (15 000 Euro), die am 3. Oktober erstmals verkauft wird, 26 000 Euro Planungskosten für den Straßenausbau in Fronhofen, 11 000 Euro für den Kindergartenumbau, 6200 Euro für Spielgeräte und 5000 Euro für Grundstückskauf.

Bei ihren Pflichtaufgaben kann die schuldenfreie Gemeinde, die Gebühren und Steuersätze unverändert lässt, ein Plus ausweisen. 933 400 Euro Erträge und 894 790 Aufwendungen ergeben einen Überschuss von 38 610 Euro. Allerdings werden noch nicht enthaltene vorsorgliche Abschreibungen diese mindern, aber nicht ins Minus drücken.

Sollte sich ein Herzenswunsch vieler Bürger erfüllen, könnten sich die Zahlen bald schon anders darstellen. Denn die Gemeinde hat über das Bäderprogramm des Landes einen Zuschuss für die Sanierung des derzeit geschlossenen Hallenbades beantragt. "Mal sehen, ob wir das finanziert bekommen", auch Born hofft, dass die Kleinicher wieder ihr Schwimmbad erhalten.

Sorgen bereitet der Gemeinde derzeit aber auch die landesweite Forstrevierreform. Diese sieht für das 2006 fusionierte Revier Kleinich-Longkamp die Erweiterung um Teile des früheren Reviers Monzelfeld vor. Das dann entstehende 1780 Hektar große Revier wäre aber nach Ansicht von Born "von einem Förster nicht mehr zu bewirtschaften". Es könnte nur noch oberflächlich gearbeitet werden, so dass die erwarteten bis zu 5000 Euro Ersparnis bei den Beförsterungskosten aufzehrt würden. Die Gemeinde will daher weiter darauf bestehen, es bei einer Größe von 1300 bis allerhöchstens 1500 Hektar zu belassen. Erfreulich ist, dass die Gemeinde wieder Gewerbeflächen anbieten kann. Am Kleinicher Ortsrand stehen dafür jeweils 2,3 und 1,5 Hektar zur Verfügung.