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Ende des Jahres soll's losgehen

Morbach. Warten auf die Genehmigung: Der Bauantrag für die Sanierung des Elternhauses von Filmemacher Edgar Reitz in Morbach ist gestellt. Bürgermeister Andreas Hackethal und der Eifeler Unternehmer Alfons Schramer sind guter Dinge, dass das Café Heimat bald umgesetzt werden kann. Hannah Schmitt

Morbach. Die Bauanträge liegen bei der Kreisverwaltung, die Fördermittel für die Sanierung in Höhe von 88 000 von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion stehen bereit: "Wir befinden uns jetzt im Bauverfahren", erläutert Bürgermeister Andreas Hackethal den Stand der Dinge zum geplanten Café Heimat in Morbach, in dem das Lebenswerk des Filmemachers Edgar Reitz gewürdigt werden soll. Geplant sei die Umsetzung in der zweiten Jahreshälfte mit genauen Ideen zu füllen, sagt Hackethal. Er sei guter Dinge, dass das klappe. "Noch ist aber nichts entschieden", ergänzt er. Auch wenn die Gemeinde in enger Abstimmung mit der Kreisverwaltung stehe.
Etwas konkreter äußert sich da schon Alfons Schramer: "Wir stehen in den Startlöchern und sind ganz optimistisch, dass es im November losgeht." Dann will er mit seiner Café-Rösterei Mondo del Caffé auch in Morbach vertreten sein. Denn: "Wir haben nicht vor, es nicht zu machen. Und Morbach hat nicht vor, es nicht mit uns zu machen", beschreibt der Eifeler die derzeitige Situation. Hackethal bestätigt, dass es "harmonische Gespräche" mit dem Betreiber Alfons Schramer gebe.
Schramer wurde mit seinem Familienunternehmen unter sieben Bewerbern als gewünschter Pächter für das Café Heimat ausgewählt. Er habe als Einziger ein wirtschaftlich tragfähiges Angebot vorgelegt, hieß es Anfang des Jahres von der Verwaltung. Da der Betreiber selbst in die Innen- einrichtung investieren wird, entfällt zudem ein ursprünglich geplantes Darlehen der Gemeinde von 135 000 Euro. Schramer rechnet dafür mit Kosten von etwa 70 000 bis 80 000 Euro. Das habe auch die Kritiker des Projekts innerhalb des Gemeinderats beruhigt, sagt Hackethal. "Es gibt inzwischen eine sehr deutliche Positionierung zugunsten des Projekts."
In dem Elternhaus des berühmten Filmemachers Reitz soll ein Café entstehen, in dem die Gemeinde Bilder und Requisiten aus der "Heimat"-Trilogie zeigen will. Zudem sind Kulturveranstaltungen geplant.
Insgesamt wird es innen und außen zusammen 40 Sitzplätze geben, sagt Schramer, für den der Standort aufgrund des Heimat-Konzepts interessant ist. Den Heimat-Gedanken will der Eifeler auch bei den Arbeitskräften weiterführen. Schramer: "Wir wollen Arbeitsplätze für Mitarbeiter aus der Region schaffen."
Zunächst muss das Elternhaus von Edgar Reitz aber saniert werden. Abzüglich der Zuschüsse von 88 000 Euro kostet das die Kommune 102 000 Euro. Dach, Elektroinstallationen sowie Toiletten werden erneuert - sobald der Bauantrag genehmigt ist. Ralf Becker, zuständiger Mitarbeiter für Standortmarketing bei der Morbacher Gemeindeverwaltung, hofft, dass das Haus dann bis Ende des Jahres bereit wäre. "Denn im nächsten Jahr kommt ja auch der neue Heimat-Film in die Kinos. Dann sollte das Café schon offen sein."

 Die Fenster sind noch verhüllt, demnächst soll aber die Sanierung des Elternhauses von Edgar Reitz beginnen. TV-Foto: Hannah Schmitt
Die Fenster sind noch verhüllt, demnächst soll aber die Sanierung des Elternhauses von Edgar Reitz beginnen. TV-Foto: Hannah Schmitt