Endlich entscheiden

Ein wenig erinnert die Vereinshausdiskussion an die um die Stadthalle. Haben würde man beides schon gerne, aber... Offen sagen, dass Wünsche unbezahlbar sind, ist unpopulär. Projekte in den Investitionsplan schreiben und auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben, aber beim grundsätzlichen "Ja" bleiben wollen, bringt effektiv nichts.

Außer Dauer-Diskussionen und falsche Hoffnungen. Wenn die Planer mehrfach betonen, an den Kosten sei nichts mehr zu rütteln, und wenn von Beginn an klar war, dass richtig Geld in die Hand genommen werden muss, dann ist es bei allem Kostenbewusstsein sinnlos, das alles plötzlich nicht zu glauben. Sinnlos ist auch, wiederholt in den Raum zu stellen, man könnte es billiger haben. Man hätte dann bei der ursprünglichen 585 000 Euro klipp und klar sagen müssen: "Das ist ein Luxus, den wir uns nicht leisten können." Damit hätte man nicht nur den Neuerburgern diverse Treffen, Beratungen, Diskussionen, Planungen, Hoffnungen ersparen können. Nachher ist man naturgemäß immer schlauer. Aber dann muss man auch irgendwann "den Sack zu machen". s.suennen@volksfreund.de

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