Endlich Weihnachten...

Weihnachten 2003: Welche Gedanken kommen mir dabei? Gott sei Dank, dass die so besinnliche und hektische Adventszeit vorbei ist. Ein Termin jagte den anderen. Vieles war noch zu erledigen: Geschenke kaufen, Plätzchen backen, die Vorbereitungen für das Fest treffen, eventuell noch einen Besuch eines kranken oder alten Menschen erledigen, damit sich das schlechte Gewissen nicht meldet… Die Kinder freuen sich riesig auf das Fest.

Sie können es kaum erwarten und warten ungeduldig auf die Geschenke. Die Jugendlichen sind froh über die Weihnachtsferien: die Klassenarbeiten sind geschrieben und der Schulstress legt hinter ihnen. Viele Erwachsene nutzen die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren zu einem Kurzurlaub. Endlich Weihnachten... Worauf dürfen wir uns denn wirklich freuen? Sicher nicht nur auf die Geschenke und die Urlaubstage, die uns dieses Fest beschert, sondern wohl mehr darauf, dass Gott Mensch wird. Er kommt in unsere Welt, ganz unspektakulär. Gott ist sich nicht zu schade, um unser Schicksal, in einer friedlosen und heillosen Welt, geprägt von Macht und Gewalt, zu teilen und unseren Weg mitzugehen: den Weg der Freude und Liebe, aber auch den Weg der Trauer und der Ratlosigkeit. Gott teilt die Sorge und das Glück der Menschen, in dem kleinen, hilflosen und armen Kind, "gewickelt in Windeln". Er will unser Leben begleiten, unabhängig von Rasse und Konfession. Er kommt ganz leise und sanft. Gott wird einer von uns. Er nimmt Menschengestalt an. Seine Menschwerdung hat Folgen: Gott macht betroffen, denn er bietet uns ungeahnte Möglichkeiten und Chancen an: Niemand braucht mehr abseits zu stehen, jeder und jede kann sich freuen und darf sicher sein, dass er und auch sie von Gott geliebt ist. Gott wird Mensch in unserer Zeit und in einer Welt, die nur eines braucht: Menschen, die wie Gott menschlich sind. Nehmen wir uns an ihm ein Beispiel. Machen wir es also wie Gott: Werden wir Menschen, von denen die Liebe Gottes zu unseren Mitmenschen ausstrahlt. Lassen wir uns darauf ein, dass Gott in jedem und jeder von uns immer wieder und nicht nur an Weihnachten neu geboren wird. Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, vor allem die Liebe, die Güte und die Menschenfreundlichkeit Gottes, die von diesem kleinen Kind in der Krippe ausgeht. Monika Hartmann, Pastoralreferentin im Dekanat Wittlich

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