EnergiePolitik

Zur Debatte um den künftigen Standort neuer Windräder im Hunsrück schreibt diese Leserin:

150 Zuhörer, die sich nicht nur von überschwenglichen Lobeshymnen der Windkraftbefürworter überrollen lassen wollen, waren zum Infoabend der IG "Rettet den Hochwald" nach Hermeskeil gekommen, um anschließend sehr kritisch die negativen Auswirkungen der geplanten Windkraftanlagen beurteilen zu können: Diesen Punkt scheinen die Bewohner der VG Thalfang bisher verschlafen zu haben. Auch für die VG Thalfang existieren Fotomontagen und Computersimulationen der möglichen Standorte für Windkraftanlagen - erschreckend anzusehen, aber durchaus realistisch, wenn man die geplanten Standorte mit dem derzeitigen Entwurf des Flächennutzungsplans vergleicht. Die jetzigen Potenzialflächen weisen 114 Anlagen aus, einschließlich der bereits bestehenden Anlagen. Eine Fotoausstellung im Hunsrückhaus, die für die Schönheit und Einzigartigkeit des Hunsrücks sensibilisieren soll, und erst recht die Aussage der Umweltministerin Höfken vor Ort lassen einen nachdenklich werden. Ihr Zitat: "Es gilt, den Schatz, den wir hier mit der Region haben, bekannter zu machen" ... und vor allem zu bewahren, wie ich hinzufügen möchte. Windkraft generell ja - aber doch bitte umfassend durchdacht mit sozial- und naturverträglicher Planung, genügend Abstand und nicht ausschließlich getrieben von der Gier nach Subventionen unter dem Deckmäntelchen der Ökologie. Noch ist es in der VG Thalfang nicht zu spät - jeder, der die Augen nicht verschließen möchte, sollte sich seine eigene Meinung bilden! In Greimerath drehen sich bereits gigantische Anlagen mit circa 200 Metern Gesamthöhe, wie sie in der VG Thalfang mit bis zu 70 (!) Anlagen entstehen könnten: Fahrt hin, seht euch diese Riesen in Greimerath an und vor allem, redet mit den betroffenen Anwohnern, was aus der anfänglichen Windkraft-Euphorie geworden ist, ob diverse Gutachten und Versprechungen von Betreibern und verantwortlichen Befürwortern immer noch haltbar sind! Wir alle sind betroffen, sollten uns jetzt umfassend informieren und reagieren. Beate Just, Neunkirchen