Enge Gassen und hübsche Buden

Bernkastel-Kues hat die Vorweihnachtszeit eingeläutet. Am malerischen Markplatz erwartet seit Samstag der feierlich eröffnete Weihnachtsmarkt die Gäste. Bis Sonntag, 21. Dezember, werden insgesamt 45 Weihnachtsbuden ihre Türen offen halten.

Bernkastel-Kues. Nicht nur Kinderaugen strahlten bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes. Auch ältere Besucher bestaunten den mächtigen, mit dicken Goldkugeln geschmückten Weihnachtsbaum am Marktplatz von Bernkastel. Musiker und Sänger wie die Wintricher Herrgottsspatzen oder das Altstadtsänger-Duo sangen Adventslieder und Sankt Nikolaus zog mit Pferdekutsche und der Landshuter Ritterschaft ein. Bevor er freudig die vielen Kinder beschenkte, rügte er die Stadtoberen wegen des ersatzlos gefällten wunderschönen Weihnachtsbaums an der Verbandsgemeindeverwaltung.
Ebenfalls tüchtig zu tun hatten die Frauen am Stand mit den ersten Bernkastel-Kueser Weihnachts-Briefmarken. "Wir haben viele verkauft", freute sich Ingrid Töpfer von der Tourist-Info. Die genaue Zahl konnte sie nicht sagen, doch sie wusste Rat für alle, die den Termin verpassten. Was von den 5000 Marken übrig blieb, ist ab heute im Mosel-Gäste-Zentrum erhältlich. Öffnungszeiten: montags bis freitags, 9.30 bis 16 Uhr, samstags 12.30 bis 15.30 Uhr.
Doch das ist nur eine von vielen Attraktionen, die den bis 21. Dezember geöffneten Weihnachtsmarktes versüßen (der TV berichtete). "So einen Markt auf die Beine zu stellen, bedeutet unheimlich viel Arbeit", lobte Bianca Waters von der Entwicklungsagentur Stadt und Werbekreis. Für dessen Vorsitzenden Frank Hoffmann machen die ganz eigene Atmosphäre mit den "kleinen Gässchen, Buden und Plätze" den Charme des Marktes aus. Stadtbürgermeister Wolfgang Port nannte den Markt "ein Erfolgsmodell für Bernkastel-Kues". Die Übernachtungszahlen im Dezember seien ähnlich hoch wie im Mai. Zu danken sei das Leuten wie Hoffmann, die sich mit Herzblut engagieren.Viele Besucher aus dem Ausland


Nutznießer sind Besucher und Standbetreiber wie Gisela Stein. Ihr Stand gegenüber ihres Geschäftes WeinStein am Kirchhof wird während des Marktes rege besucht: "Er ist für die Stadt eine Belebung und eine Bereicherung für die Geschäftsleute." Vor allem an den Wochenenden, wenn er viele Menschen auch aus dem benachbarten Ausland locke. Einer davon ist der in Frankreich lebende Schotte Peter Ley, der seit Jahren für den Weihnachtsmarkt anreist. Der Markt sei einfach wunderbar, begründete Ley, der sich einen Spaß daraus machte, einem beweglichen Kunststoff-Nikolaus freudig Hallo zu sagen. "Wir lieben das hier", pflichtete die in Belgien lebende Tania Ghysebrechts bei.