Engpass auf der Autobahn

Kräftig gewerkelt wird derzeit auf der A1 bei Wittlich. In beiden Fahrtrichtungen läuft der Verkehr deshalb streckenweise einspurig. Um die Verkehrssicherheit wieder herzustellen, werden Asphaltplomben und Betonplatten ausgetauscht.

Wittlich. (MRA) Rechteckige Löcher klaffen alle paar Meter in der abgesperrten Fahrbahn. Überall stehen Bagger und Baufahrzeuge, und Bauarbeiter werkeln fleißig. Der Verkehr läuft derzeit ab Wittlich Richtung Trier in zwei Kilometern Länge und ab Wittlich West (Höhe Wildbrücke) in Richtung Koblenz auf etwa anderthalb Kilometern nur einspurig, weil die Fahrbahn repariert werden muss. Dazu gehört auch die Baustelle bei Föhren mit etwa 600 Metern Länge. Bis Ende Dezember soll alles fertig sein. 1,5 Millionen Euro kosten die Reparaturen insgesamt. Sie werden durch den Bund finanziert.

Die Problematik: "Sogenannte ,Blow ups' durch die heißen Temperaturen im Sommer haben die Betonplatten, aus denen die Fahrbahn besteht, teilweise gehoben", klärt Winfried Valerius, Leiter der Wittlicher Autobahnmeisterei, auf. Als "Blow ups" bezeichnen die Fachleute das Hochkommen der Platten. Die Ursache wird im Material vermutet, das zur Ausbesserung der Fahrbahn verwendet wurde - dem Asphalt. Zwischen Betonplatten und Asphalt würden im Sommer durch die Hitze Spannungen bestehen, so dass sich der Boden hebt. Daneben seien außerdem Betonplatten durch Verschleiß gebrochen.

"Mit den Bauarbeiten an der Fahrbahn stellen wir die Verkehrssicherheit wieder her", sagt Jürgen Gest, Leiter beim Autobahnamt Montabaur. Denn die gebrochenen und erhöhten Platten stellten eine Unfallgefahr dar. "Vor allem für die Zweiradfahrer", sagt Gest.

Deshalb werden jetzt sämtliche Asphaltplomben, die einmal zur Reparatur eingefügt wurden, entfernt. Die verschlissenen Betonplatten werden ausgetauscht. Dazu werden die bis zu 4,50 Meter mal fünf Meter großen Platten, die bis zu zwölf Tonnen wiegen können, zerschnitten und mit dem Bagger herausgehoben und neue eingegossen. Nach dem Austausch werden die Fugen zwischen den einzelnen Platten - soweit nötig - erneuert. "Jetzt machen wir die rechten Spuren. Dann sollen auch die linken Spuren folgen", erklärt Valerius das Vorgehen. Dass die Baustellen den Verkehr behindern, ist den Bauarbeitern bewusst. Valerius: "Die jetzige Fahrbahn ist aber bereits an die 30 Jahre alt. Damit die Verkehrsteilnehmer sicher unterwegs sein können, müssen die Reparaturen sein."

Nur die Witterung kann den Zeitplan noch vereiteln. Valerius: "Der Beton braucht an die zwei Wochen, um auszuhärten. Bei Kälte braucht er natürlich länger."

Ein Bauabschnitt wird ins nächste Jahr verlegt. Von der Raststätte bis Hasborn wird dann gebaut. Valerius: "Dann haben wir hoffentlich die nächsten dreißig Jahre Ruhe."