Entscheidung für die Kunst

WITTLICH. Auch um das Standortprofil des Mittelzentrums zu schärfen, werden im kommenden Jahr wieder Wittlicher Kulturtage veranstaltet. Der Kulturausschuss empfiehlt, sie mit bis zu 10 000 Euro zu unterstützen.

Das mit seinem Programm an das "Crossover der Künste" von 2004 angelehnte Ereignis wird in Eigenregie von rund einem Dutzend privater Veranstalter durchgeführt. Zu ihnen gehört unter anderem Galeristin Anne-Dorothee Bose, die als Antragsstellerin auftrat. Bürgermeister Ralf Bußmer wies darauf hin, dass es sich hier um eine Grundsatzentscheidung handele. Die Kulturtage werden sich wohl in Wittlich etablieren. Karsten Mathar vom Verein Stadtmarketing erläuterte die Mischfinanzierung aus dem Jahre 2004, für die Stadt, Land, die Stiftung der Stadt Wittlich sowie die Veranstalter selbst Geld zur Verfügung gestellt hatten. Damals waren Gesamtkosten von 60 000 Euro entstanden. Kulturamtsleiter Justinus Maria Calleen wies darauf hin, dass sich der Antrag an die Stadt allein auf die Kosten für die organisatorische Infrastruktur und die professionelle, überregionale Werbung bezöge; alles andere verbleibe in der Eigenverantwortung der Veranstalter. Der Ausschuss empfahl einen Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro. Von diesem Betrag sind eventuelle Zuschüsse anderer Finanziers abzuziehen. Exakte Zahlen hat auch Mathar noch keine: Eine gewisse Planungsunsicherheit bleibe, weil das Land, das sich 2004 mit rund 8000 Euro engagiert hatte, erst im Frühjahr entscheidet, ob und mit welchem Betrag es diesmal mit im Boot ist. Ein Schirmherr für die Kulturtage vom 12. bis 18. Mai scheint bereits gefunden: Das Luxemburger Kultusministerium hat seine Bereitschaft signalisiert. Calleen: "Dies unterstreicht die überregionale Bedeutung der Stadt als kulturelles Mittelzentrum."