Entscheidung verschoben

Die Nutzer des Gemeindehauses atmen auf, denn der Winter ist überstanden. Die kalte Jahreszeit war wegen der maroden Heizung auch in diesen Räumen deutlich zu spüren. Der Ortsbeirat forderte mit Ortsvorsteher Joachim Gutweiler an der Spitze eine möglichst umfassende Lösung, auch mit dem Austausch der Heizkörper.

Morbach/Hundheim. (doth) "Auf der Tagesordnung stand nur die Erneuerung der Heizungsanlage", darauf bestand Bürgermeister Gregor Eibes in der jüngsten Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses. Der Verwaltungschef ist bekennender Verfechter der Nutzung heimischer Energieträger: "Eine Ölheizung würde mir schwerfallen. Schließlich sollten wir Vorbild für die Bürger sein."

Den Planern stellen sich im Hundheimer Gemeindehaus einige bauliche Probleme, wie die getrennten Räume für die Brennstoffunterbringung und die eigentliche Heizungsanlage. Werner Schneider von der Bauabteilung argumentierte: "Eine Pelletheizung nimmt sehr viel Platz weg. Da muss man schon sehr schlank sein, um die Anlage warten zu können."

Beigeordneter Achim Zender brachte sogar ein kleinen Blockheizkraftwerk ins Gespräch, mit dessen Hilfe mehrere Häuser Wärme beziehen könnten. Doch in der Nähe des Gemeindehauses sind schon einige Pelletheizungen in Betrieb.

Mario Winkel von den Grünen, selbst ausgewiesener Heizungsfachmann, konnte Eibes nicht von der Notwendigkeit einer effektiveren Wärmeverteilung überzeugen. Eibes bestand dar auf: "Erst die Heizung, später alles andere."

Mit dem steigenden Heizölpreis im Blick ist Eibes weiter sicher, dass Pellets als Brennstoff die bessere Lösung sind, falls keine teuren Umbauten nötig sind. Der Ausschuss konnte das Problem vom Rathaus aus nicht lösen.

Mit Fachleuten will die Verwaltung vor Ort erneut prüfen, ob künftig mit Öl oder doch besser mit Pellets geheizt werden soll. Denn: Der nächste Winter kommt bestimmt.