Entwicklung voranzutreiben

Die Schreiberin versucht anhand umfangreicher Zahlen zu überzeugen, dass das Projekt Flughafen Frankfurt-Hahn ein hochsubventioniertes Verlustgeschäft sei und suggeriert weiter, dass neue Verkehrswege beziehungsweise der Ausbau von Verkehrswegen tourismusfeindlich seien.

Auch die zum Beispiel mit Milliardenbeträgen aus Steuermitteln geförderten Windenergieanlagen, die den Hunsrück stärker als andere Gegenden "zerspargeln", sind mit Sicherheit genauso störend für Touristen und Erholungssuchende wie neue oder erweiterte Verkehrswege, die es Feriengästen doch eher erleichtern, in den Hunsrück und an Mosel und Nahe zu gelangen. Auch die Windkraftanlagen haben durchaus ihre Berechtigung und sind mit Sicherheit ein wertvolles Glied in der Kette der Energieerzeugung. Aber kein Fortschritt ist zum Nulltarif und ohne Nachteile für Einzelne oder Bevölkerungsgruppen zu haben. Sollte der Flugplatz Hahn die Ursache dafür sein, dass die Hunsrückhöhenstraße und die Bundesstraße 50 demnächst einen Verkehrsinfarkt erleiden, so ist die Entwicklung (Ziel- und Quellverkehr) doch wohl schneller und umfangreicher gekommen, als verschiedene "Hahn-Gegner" dies wahr haben wollen. Deshalb ist die Fortschreibung der Verkehrsinfrastruktur dringend erforderlich. Anstatt dieses zu verhindern, was den Steuerzahler übrigens auch viele Millionen Euro kostet, sollte alles daran gesetzt werden, die Weiterentwicklung voranzutreiben und hier im Hunsrück die "größte Chance" seit Jahrhunderten zu nutzen. Da geht es nämlich neben dem Flugplatz Hahn auch um die Weiterentwicklung sowie die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in den einzelnen Gemeinden und Städten. Die Bedenken und Ängste der Bewohner in den vom "Fluglärm" des Hahn betroffenen Orten muss man verstehen und mit diesen ausdiskutieren. Auch muss eine moderne Technik gefordert werden, um dafür zu sorgen, diese Immissionen in sehr erträglichen Grenzen zu halten. Ich denke jedoch, dass wir Hunsrücker dies auch ohne fremde Hilfe können und auf so genannte "Hetzhilfe" von außen nicht angewiesen sind. Auch wirtschaftliche Entwicklungen bestehen aus Kompromissen und "der Mittelweg ist die richtige Straße". Wenn wir hier im Hunsrück die Entwicklungschance nicht nutzen wollen, werden wir wieder zum Auswanderungsland, wo sich dann auch kein Tourist mehr wohlfühlen kann. Erwin Pfeiffer, Morbach

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