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Erbeskopf: Deuselbacher Rat lobt Pläne

Erbeskopf: Deuselbacher Rat lobt Pläne

Der Deuselbacher Ortsgemeinderat hat den geplanten Ausbau des Wintersportbetriebs am Erbes-kopf begrüßt. 2012 wollen die Gräfendhroner Brüder Züscher eine Gaststätte dort bauen. Sie wollen auch den Lift verlängern und die Waldgaststätte sanieren.

Deuselbach. Das Deuselbacher Ratsmitglied Roland Schmidt ist von dem, was auf dem benachbarten Erbeskopf passieren soll, überzeugt. Er sagt: "Das Konzept hat Hand und Fuß. Da steckt Herzblut dahinter."
Mit dem Konzept meint er die Pläne der Gräfendhroner Brüder Achim und Thomas Züscher. Unterstützt von einem stillen Investor aus der Eifel wollen sie den Wintersportbetrieb am Erbes-kopf Schritt für Schritt ausbauen und attraktiver gestalten. Beginnen wollen sie mit dem Bau einer Gaststätte in Form eines Rundstammhauses.
Eine Bauvoranfrage läuft. Achim Züscher, dessen Familie auch die Sommerrodelbahn betreibt, hofft auf eine baldige Antwort und anschließend auf eine zügige Bearbeitung des Bauantrags. Mitte März sollen die speziell ausgesuchten Nadelhölzer für die Gaststätte am Erbeskopf geschlagen werden.
Die Investorengruppe will außerdem die leerstehende Waldgaststätte sanieren und dort eine Skischule, einen Skiverleih und ein Kassenhäuschen unterbringen. Geplant sind ein Wohnmobilstellplatz und zehn kleine Rundstammhäuser mit je acht Übernachtungsplätzen. Den Skibetrieb wollen die Züschers vom Zweckverband Wintersport-, Natur- und Umweltbildungsstätte Erbeskopf übernehmen, der wiederum die Pläne teils euphorisch gelobt hat. Auch dort möchten die Gräfendhroner kräftig investieren. Sie wollen den Lift verlängern und einiges erneuern: die Flutlichtanlage, die Schneekanonen samt Hochdruckpumpe, die Pistenraupe und Rettungsgerät.
In der Deuselbacher Ratssitzung erinnerte Lothar Manz daran, dass zehn Jahre lang ein Investor für das Wintersportzentrum gesucht wurde. Positiv sei, dass nun ein Investor gefunden worden sei, der sich sogar am Erbeskopf auskenne. Die übrigen drei Ratsmitglieder - Ortsbürgermeister Klaus Hölzemer war krank - haben die Pläne nicht ausdrücklich kommentiert. Sie haben ihren Ratskollegen aber auch nicht widersprochen. Auf TV-Nachfrage kommt positive Resonanz. Karl-Otto Schmidt sagt: "Das hört sich vielversprechend an." Oliver Keller findet die Pläne "sehr in Ordnung" und ergänzt, dass die Ratsmitglieder da ziemlich einer Meinung seien. Der erste Beigeordnete Detlef Näher sieht es positiv, dass private Investoren die Sache in die Hand nehmen. Ihm würde ein Sessellift gefallen, mit dem auch Fußgänger auf den Gipfel zur neuen Klangskulptur gebracht werden könnten. Doch hat er auch Bedenken: "Ob da angesichts des Klimawandels nicht zu viel investiert wird?", fragt er. Lob gab es auch für andere Attraktionen auf dem Erbes-kopf: die Klangskulptur auf dem Gipfel und den Platz dahinter, den eine Karte aus Metall und Betonblöcke, die in Richtung der Gipfel im Umkreis zeigen, zieren. Beides würde angenommen. Bis zu 17 Autos habe er da oben schon gezählt, sagt Ratsmitglied Lothar Manz.