Erbeskopf für die Ski-Saison 2019/20 gerüstet

Kostenpflichtiger Inhalt: Wintersport : Erbeskopf für die Ski-Saison gerüstet – Fragezeichen beim Aprés-Ski

Für den Skibetrieb am Erbeskopf fehlen nur noch ausreichend Schneefall oder Minusgrade, damit mit den Schneekanonen die Pisten präpariert werden können. Unklar ist noch, ob auch Aprés-Ski möglich sein wird.

Der erste Schnee ist auf dem Erbeskopf schon gefallen. Zum Skifahren reicht es zwar noch nicht, doch habe der erste weiße Niederschlag Lust gemacht auf mehr, sagt Klaus Hepp, Betriebsleiter am Erbeskopf. Er ist mit seinem Team mitten in den Vorbereitungen für den anstehenden Skibetrieb. „Wir bringen diese Woche die Schleppgehänge an. Dann kann es von uns aus losgehen“, sagte er vergangene Woche. Hepps Wunschziel liegt zwischen 40 und 50 Lifttagen in diesem Jahr „Dann bin ich sehr zufrieden“, sagt er.

Im Vorjahr waren die Lifte an 26 Tagen in Betrieb und lockten 130 000 Besucher auf die Pisten an der höchsten Erhebung von Rheinland-Pfalz, vor allem am Wochenende. Das langjährige Mittel liegt bei 33 Lifttagen, seit am Erbeskopf die Beschneiungsanlage in Betrieb genommen wurde. Dort hat der Zweckverband aktuell die Wasserzufuhr für 25 000 Euro erneuert, so dass die Schneekanonen einwandfrei funktionieren und ab vier Grad minus angeschaltet werden können. Hepp: „Sie läuft jetzt leichter, die Anschlüsse sind robuster als vorher.“ Sollten irgendwann neue Schneekanonen angeschafft werden, dann können auch diese dort angeschlossen werden.

Um die Schneekanonen zu füttern, ist ausreichend Wasser notwendig. Das war im Vorjahr wegen des trockenen Sommers ein Problem. Doch hat es in diesem Herbst genug geregnet, so dass die Wasserspeicher voll sind und auch genügend Wasser nachläuft. Fürs Skifahren ist also alles gerüstet. Ob auch Après-Ski möglich ist, ist allerdings noch offen. Denn die Bewirtung am Erbeskopf ist „das große Fragezeichen“, sagt Hepp. Die Schirmbar direkt am Ende des Hangs und die Sommerrodelbahn will die bisherige Betreiberfamilie gemeinsam veräußern. Nach Hepps Kenntnis laufen derzeit Verhandlungen mit Interessenten aus Birkenfeld. „Wir hoffen, dass es zum Abschluss kommt, damit der Betrieb in der Schirmbar laufen kann“, sagt Hepp. Dort sei während der Saison immer viel los. Die Britzenhütte in der Mitte des Hangs, die seit vier Jahren nicht mehr in Betrieb ist, könne wegen des kaputten Dachs nicht mehr genutzt werden.

Betriebsleiter Klaus Hepp steht vor der Skipiste, auf der der erste Schnee bereits liegt. Foto: Christoph Strouvelle

Bleibt nur noch das Bistro im Hunsrückhaus. Der Zweckverband Erbeskopf hat die Räume nach dem Verkauf des Gebäudes gemietet und betreibt nach wie vor die Gastronomie, sagt Hepp. Allerdings ist das Bistro nur bis 18 Uhr geöffnet, während der Lift bis 19 Uhr läuft, an Freitagen sogar bis 21 Uhr oder bei großem Andrang schon mal bis 22 Uhr. „Eventuell machen wir selbst einen Glühweinstand“, sagt er.

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