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Erbeskopf zeigt sich am Petrisberg

Erbeskopf zeigt sich am Petrisberg

ERBESKOPF. (urs/iro) Der wichtigste Punkt wurde in nicht-öffentlicher Sitzung entschieden: Das mobile Erbeskopf-Modell, das in der Landesgartenschau die Besucher auf die Attraktionen rund um den höchsten Punkt des Landes aufmerksam machen soll, ist in trockenen Tüchern. 8400 Euro sollen Modell und Info-Tafeln kosten - finanziert wird der Auftritt von Sponsoren.

Lange war die Realisierung des 2,50 mal 1,80 Meter großen Modells, das das "Herz" des Erbeskopf-Auftritts am Petrisberg darstellen soll, in der Schwebe. Die Finanzierung war nicht gesichert. Doch am Mittwochabend wurde es endlich auf den Weg gebracht - mit Hilfe von Sponsoren. Für Verbandsvorsteher Hans-Dieter Dellwo war die Entscheidung von großer Bedeutung: Immerhin rechnet man bei der Landesgartenschau mit einer Million Besuchern - eine hervorragende Möglichkeit, den Erbeskopf im rechten Licht zu präsentieren. Im öffentlichen Teil des Zweckverbandes Wintersport-, Natur- und Umweltbildungsstätte ging's weitgehend um Zukunftsmusik: das "Zukunftskonzept Erbeskopf". Die Schwerpunkte Gastronomie/Hotellerie, Sommerrodelbahn/Gleitbahn und Aussichtsturm stehen zwar mit 780 000 Euro im Haushalts-Investitionsplan für 2005. Doch gab es bereits 2001 entsprechende Planungen für das Jahr 2003. Zusätzliche Investitionen von 1,943 Millionen Euro sind für Zweiersesselbahn-Anlage, Basisgebäude sowie elektronisches Liftkarten- und Parkleitsystem vorgesehen. Projekte, für die mit dem Antrag auf Landesmittel nun Ingenieurleistungen von 5300 Euro anfallen. Die Vorhaben des Vermögenshaushaltes 2004 (siehe Kasten) mit gesamt 265 000 Euro beschränken sich dagegen, abgesehen von Restfinanzierungen bei der Beschneiungsanlage, auf bescheidenere Projekte. So ist ein Gipfelwanderweg geplant, der sich einen Weg durch den noch vorhandenen Zaun bahnen soll. Eine wesentliche Hürde zur Realisierung seiner langfristigen Planungen hat der Zweckverband mit dem ebenso wie dem Haushalt einstimmig beschlossenen Flächennutzungsplan genommen. Dieser enthält ein "Sondergebiet Freizeit/Erholung", mit dem die Weichen für künftige Bebauungspläne gestellt sind. Und zwar ebenso im Umfeld von Parkplatz und Hunsrückhaus wie an der Spitze des Erbeskopfes. "Wir müssen die Voraussetzungen schaffen, dass wir nicht eingeengt sind", erläuterte Dellwo. Unabhängig davon kam der Verband überein, die Liftgebühren ab der kommenden Saison denen des Idarkopfes anzupassen und um mindestens 20 Prozent zu erhöhen. Horst Hubert fragte, wie lange die von der Hunsrück-Touristik genutzten Räume noch kostenfrei zur Verfügung gestellt würden. Woraufhin Dellwo anbot, Eigenbedarf prüfen zu lassen. Dass Hubert auf das Wunsch-Projekt Erbeskopfturm anspielte, versteht sich von selbst. Daraufhin Dellwo: "Wir gehen da immer scheibchenweise vor, und irgendwann werden wir vielleicht auch einen Turm hin bekommen."