Erfolgreicher Winterzauber

Auch wenn die Straßen so ganz ohne Marktstände zeitweise ungewohnt verwaist wirken - in den Geschäften ist beim ersten "Morbacher Winterzauber", dem verkaufsoffenen Sonntag, jede Menge los.

Morbach. Wenn die Morbacher Geschäfte sonntags öffnen, lassen die Kunden nicht auf sich warten. Und das ist am Vorabend von Silvester nicht anders, wie sich gestern gezeigt hat. Schon vor 13 Uhr bummeln die ersten Kaufinteressenten durch die Straßen. Manche haben sich vorher noch eine Tasse Kaffee im stundelang proppevollen Hochwaldcafé gegönnt. Andere nutzen stattdessen die Gelegenheit, am Möbelhof oder an der Espresso-Bar in der Biergasse günstig zu Mittag zu essen. Auf den Glockenschlag 13 Uhr zieht es sie jedoch nach draußen. Schließlich wollen binnen weniger Stunden die Angebote etlicher Geschäfte gesichtet werden. Da die Einzelhändler zur Premiere des "Morbacher Winterzaubers" mit großzügigen Rabatten locken, wird dabei nicht selten der Geldbeutel gezückt. Zusätzlich zum Preisnachnachlass winkt den Käufern die Chance auf einen Lottogewinn. Als kleines Dankeschön dürfen sie pro Einkauf ein Kästchen eines Tippscheins der "Tippgemeinschaft Morbach" ausfüllen. Der Aufenthalt in den Geschäften zieht sich daher schon mal ein klein wenig länger hin. Auf den Straßen wirkt es hingegen verhältnismäßig ruhig. Denn mangels Marktständen verleitet höchstens der Plausch mit Bekannten dazu, sich dort länger als nötig aufzuhalten. Einzelhändler und Gastronomen dürften daher mit dem Verlauf des ersten Winterzaubers zufrieden sein. Obschon die Kunden den Gang in das eine oder andere Geschäft vermisst haben. Denn nicht alle sind dieses Mal dabei gewesen. Doch dafür haben wie gewohnt die Möbelgeschäfte geöffnet und auch etliche Märkte am Kreisel.Kunden aus Kell hat die weite Anfahrt jedenfalls nicht gereut. "Wir kommen gern nach Morbach - es ist immer wieder schön hier", spricht Jürgen Jakobs dem Gewerbe- und Verkehrsverein Morbach ein Kompliment aus. Für Käufer aus den umliegenden Orten ist der Abstecher zum verkaufsoffenen Sonntag eh oft selbstverständlich. "Wenn die Leute sich die Arbeit machen, dann sollte man eigentlich auch gucken gehen", findet Bärbel Pick aus Bischofsdhron. Ihre Mühe solle ja schon belohnt werden.