Erholen, entspannen und erleben

TRABEN-TRARBACH. Zirka 250 Gäste sind am Sonntag der Einladung der Verbandsgemeinde in die Moseltherme gefolgt. Ein kleiner Höhepunkt des Festaktes zur Einweihung des neuen Therapie- und Wellness-Centers war der Ausschank der Trarbacher Felsenquelle.

"Das ist ein ganz tolles Gefühl", schwärmte Irmgard Rinck. Die Traben-Trarbacherin hatte bei ihrem Besuch der neu gestalteten Räumlichkeiten des Therapie- und Wellness-Centers in der Moseltherme die Gelegenheit zu einem unverbindlichen Test des "Soft-Pack" genutzt. "Das sollten sie unbedingt ausprobieren", empfahl sie den Umstehenden. Der Andrang sprach denn auch für sich. Jasmin Georg erläuterte derweil die Möglichkeiten der neuartigen Wohlfühl-Liege, in der es sich wie in einem Wasserbett liegt. Heupackungen oder Düfte ätherischer Öle verstärken den entspannenden Effekt bei Bedarf zusätzlich. Georg Storck und Stephanie Schneider hätten diesen Service gern länger in Anspruch genommen und erhoben sich beide nur langsam wieder von dieser angenehmen Liegestatt. Währenddessen demonstrierte im Nachbarraum Physiotherapeutin Ruth Mausberg die Funktionsweise der Unterwassermassage - allerdings als reine Trockenübung. Nicht minder neugierige Blicke streiften durch den "Hot-Stone"-Massage-Raum. Wie es sich anfühlt, wenn die zirka 65 Grad heißen, flachen Steine auf Nacken und Rücken oder Gesicht und Stirn aufgelegt werden, hätten viele gern ausprobiert. Trarbacher Tafelwasser macht wieder die Runde

Zur offiziellen Einweihung des mit der Moseltherme baulich verbundenen Therapie- und Wellness-Centers hatte die Verbandsgemeinde sich etwas Besonderes ausgedacht. Gästen und Besuchern wurde die "Trarbacher Felsenquelle", das Tafelwasser aus der Wildstein-Therme, ausgeschenkt. Deren Produktion war 1974 eingestellt worden. Außerdem gab es für jeden, quasi als nostalgisches Präsent, eine gefüllte Flasche mit dem Original-Etikett gratis dazu. Dies alles zu organisieren, sei gar nicht so einfach gewesen, erläuterte Ulrich Weisgerber den zirka 250 Besuchern. "Die Anerkennung der Schutzmarke haben wir vor wenigen Tagen bekommen", so der VG-Bürger- meister. Ein weiteres Ziel der Initiatoren sei gewesen, nicht nur das Wasser, sondern ebenso die benötigen Flaschen und die Etiketten aus der Stadt geliefert zu bekommen. Doch in der Resonanz sah Weisgerber die Bemühungen bestätigt: "Man sieht, es ist Wunsch und Wille, dass man das anpackt." Für allgemeines Schmunzeln sorgte das Verlesen der Festrede, mit der 1883 die Badeanstalt "Bad Wildstein bei Trarbach" offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden war. Hatte der damalige Bürgermeister doch die "hoch geehrte Festversammlung" wissen lassen: "Schon seit Jahren war das Dasein dieses Wassers bekannt, aber man versäumte es, Gebrauch davon zu machen." Die Betreiber der Praxis für Krankengymnastik, in die der Therapie und Wellness-Bereich integriert sind, sehen in dem Konzept ein optimales Angebot. Durch die Anbindung direkt an das Schwimmbad werde dem Bedürfnis nach Ruhe verstärkt Rechnung getragen, meinte Rudolf Müller, dessen Frau Brigitte in der Stadt eine weitere Praxis unterhält. "Die Kombination von Thermalbad, Saunalandschaft und Solarien mit Cafeteria und der Praxis mit Wellness-Bereich ist dem Wunsch der Gäste, sich "einen Tag für mich" zu gönnen, zuträglich", sagt Müller. Mit den Masseuren und den Krankengymnasten will das Betreiber-Paar seinen Besuchern künftig "fachliche Kompetenz zu einem erschwinglichen Preis" bieten.