Erinnerung an deutsch-jüdische Juristen aus Wittlich

Erinnerung an deutsch-jüdische Juristen aus Wittlich

Zur Heimat- und Kulturpflege unterstützt der Landkreis Bernkastel-Wittlich ein neues Buchprojekt von Franz-Josef Schmit mit 840 Euro. Das sind 20 Prozent der Ausgaben.


In der Publikation geht es um die Geschichte von fünf deutsch-jüdischen Juristen, die in Wittlich ins Visier der Nationalsozialisten gelangten. Das Buch leiste "eine große regionale Erinnerungsarbeit und Geschichtsforschung" heißt es in der Information für den Kreisausschuss. Der Titel soll sein: "Vertriebene sind wir, verbannte Porträts fünf deutsch-jüdischer Juristen aus Wittlich". Den Antrag auf finanzielle Unterstützung hat das Emil-Frank-Institut gestellt. Demnach betragen die Kosten für 300 Exemplare mit mehr als 200 Seiten 4200 Euro. Es soll noch einen Zuschuss der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten in Höhe von 600 Euro geben. Franz-Josef Schmit, TV-Lesern auch durch seine historischen Beiträge in der Zeitung bekannt, hat das Buch ehrenamtlich in seiner Freizeit recherchiert. Die von ihm porträtierten fünf Juristen konnten Ermordung und Deportation entkommen, aber im Exil nicht wieder als Juristen arbeiten. Der Autor wohnt in Wittlich und ist Mitglied im Arbeitskreis "Jüdische Gemeinde Wittlich". sos

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