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Eröterungstermin für Höchstspannungsleitung steht an

Wittlich-Wengerohr/Salmtal : Mit der Mega-Stromleitung geht es vorwärts

(red/will) Im Planfeststellungsverfahren der Höchstspannungsfreileitung von Metternich bei Koblenz nach Niederstedem (Eifelkreis Bitburg-Prüm) steht für den 47 Kilometer langen zweiten Abschnitt zwischen Pillig und Wengerohr nun der Erörterungstermin an.

Wie die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als zuständige Planfeststellungsbehörde mitteilt, muss dieser wegen der Corona-Pandemie als Online-Konsultation durchgeführt werden, die zwischen dem 23. November und 18. Dezember stattfindet. Wer zur Teilnahme berechtigt ist, kann sich ab sofort bis zum 18. Dezember registrieren lassen. Nach der Registrierung erhalten die Teilnehmer über eine geschützte Internetseite Zugang zu den sonst im Erörterungstermin zu behandelnden Informationen. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, zu dem erörterten Sachverhalt Stellung zu beziehen. Teilnahmeberechtigt sind alle, die zuvor Einwendungen gegen das Vorhaben erhoben haben, alle sonstigen vom Vorhaben Betroffenen, die am Verfahren beteiligten Behörden sowie die Vorhabenträger Amprion, Westnetz und DB Energie.

Nach Abschluss der Online-Konsultation ist das Anhörungsverfahren beendet. Die SGD Nord wird daraufhin entscheiden, ob das Vorhaben zugelassen wird. Zuvor wird sie jedoch alle für und gegen das Vorhaben sprechenden Belange gegeneinander abwägen.

Die Entscheidung wird öffentlich bekannt gemacht und zusätzlich auf der Internetseite der SGD Nord veröffentlicht.

 Im Sommer regte sich in Salmtal Widerstand gegen den Verlauf der neuen Trasse. Eine BI forderte, die neuen Strommasten weiter vom Ort entfernt verlaufen zu lassen als bisher (wir berichteten), denn statt 60 Meter sollen die neuen Masten 81,50 Meter hoch sein. Dadurch muss auch die Stahlkonstruktion am Mastfuß von acht mal acht Meter auf 15 mal 15 Meter wachsen. Die Forderung ist, dass die Trasse großräumig verlegt wird und ein Abstand von 400 Metern zum Wohngebiet eingehalten werden kann. Bei einem Gesprächstermin vor Ort zwischen Salmtaler Bürgern und Vertretern von Amprion im September hatte das Unternehmen einem Gespräch über eine Versetzung des Mastes und der Trasse zugestimmt. Die BI wollte Kontakt zu den betroffenen Grundstückseigentümern aufnehmen.

In dem 47 Kilometer langen Bauabschnitt der Höchstspannungsfreileitung zwischen Pillig und Wengerohr ist vorgesehen, dass auf den Mastgestängen der Leitung neben zwei 380-Kilovolt-Stromkreisen der Amprion GmbH je nach Unterabschnitt zwei 110-Kilovolt-Bahnstromkreise der DB Energie GmbH oder zwei 110-Kilovolt-Stromkreise der Westnetz GmbH mitgeführt werden. Die heutige 220-Kilovolt-Leitung soll als 110-Kilovolt-Leitung weiter genutzt werden. Auf den Masten dieser Bestandsleitung werden je nach Unterabschnitt die Stromkreise der Bahn oder von Westnetz mitgeführt. Im Gegenzug kann die vorhandene 110-Kilovolt-Bahnstromleitung komplett zurückgebaut werden. Insgesamt werden auf diesem Teilabschnitt 137 neue Masten errichtet und 189 Masten zurückgebaut.

Informationen zur Registrierung gibt es unter https://sgdnord.rlp.de/de/planen-bauen-natur-energie/energie/netzausbau/