Erst die Therme, dann die Falkenlay

Erst die Therme, dann die Falkenlay

In Bad Bertrich tut sich einiges: Die Vulkaneifel-Therme wird bald geöffnet, die touristische Werbung soll ausgeweitet werden. Und nun könnte auch der Ferienpark Falkenlay bald kommen. Die Verbandsgemeinde (VG) Ulmen ist verhalten optimistisch.

Bad Bertrich. (dj) Seit mehr als zehn Jahren laufen die Planungen, nun könnte es bald Wirklichkeit werden. Wenn alles reibungslos verläuft und Investor, Kommunen und Landesregierung sich einigen, könnte es im Frühjahr zum ersten Spatenstich für den Ferienpark Falkenlay bei Kennfus kommen - Mitte nächsten Jahres wäre dann alles fertig.

"Wenn die derzeitigen Gespräche erfolgreich verlaufen und auch vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium grünes Licht kommt, dann wäre das ein realistischer Zeitrahmen", sagt der neue Bürgermeister der VG Ulmen, Alfred Steimers.

Derzeit gibt es zahlreiche Abstimmungsgespräche zwischen dem Investor, der niederländischen Oad-Gruppe, und den Kommunen über die genauen Planungen und die Erschließung. Ebenso wird mit der Landesregierung über mögliche Fördermittel und Zuschüsse gesprochen. "Wenn dies alles erfolgreich abgeschlossen ist, kann es losgehen mit den Grundstücksübertragungen", sagt Bürgermeister Steimers.

In früheren Verhandlungen waren die Erschließungsstraße für das Ferienparkgelände hoch über dem Staatsbad und vor allem die Seilbahn zwischen Bad Bertrich und dem Ferienpark der Knackpunkt. Jeweils über vier Millionen Euro würden diese beiden Projekte kosten, hatte die Ortsbürgermeisterin von Bad Bertrich, Beatrix Lauxen, beim Neujahrsempfang ihrer Gemeinde vor wenigen Tagen erklärt. Für Steimers ist klar: "Wenn der Investor baut, müssen wir auch die Seilbahn bauen." Klar ist aber auch: Vor dem Baubeginn müssen alle Verträge mit dem Investor abgeschlossen sein.

Für Bad Bertrich wäre dieser Ferienpark auf alle Fälle ein Gewinn, ist sich der VG-Bürgermeister sicher. "Der Ferienpark soll einen Schub geben für unser Staatsbad", hofft er. Die Eifel liege gerade für die Niederländer sehr günstig. "Und landschaftlich können wir hier viel bieten", ist er mit Blick auf den Erfolg eines solchen Ferienparks sicher. Dazu kommt, dass in diesem Jahr in Bad Bertrich auch noch die neue Vulkaneifel-Therme öffnet. "Das neue Thermalbad und dann ein Jahr später der Ferienpark, das wäre natürlich optimal", sagt Alfred Steimers.

Nach den bisher bekannten Planungen will der niederländische Investor hoch über Bad Bertrich einen Ferienpark mit bis zu 300 Ferienwohnungen errichten. Im ersten Bauabschnitt sollen rund 100 Wohneinheiten stehen mit Appartements für vier bis acht Personen sowie eine Mehrzweckhalle und ein Zentrum. Laut Verbandsgemeinde soll der erste Abschnitt nach Abschluss der Gespräche sofort umgesetzt werden, danach soll dann der zweite Bauabschnitt in gleicher Größe folgen.

Die ursprünglich geplanten drei Themendörfer sind mittlerweile nicht mehr vorgesehen. Die Anbindung an das Staatsbad im Ueßbachtal ist über eine Seilbahn vorgesehen, die in der Nähe der Bertricher Kurverwaltung ihre Talstation haben wird. Rund 60 bis 70 Millionen Euro sollen insgesamt investiert werden. Von öffentlicher Seite werden die Erschließungsstraße mit Ver- und Entsorgung sowie die Seilbahn hergestellt.

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