Erst kosten, dann kaufen
Liebhaber bodenständiger Kost sind beim 4. Regionalmarkt in Bernkastel-Kues ebenso auf ihre Kosten gekommen wie Feinschmecker. Denn mit den Standbetreibern haben auch die "Regional-Erste Wahl"-Köche gezeigt, was sie können.
Bernkastel-Kues. Nicht alles kann probiert werden beim vierten Regionalmarkt in Bernkastel-Kues. Die in einem Käfig herum laufenden Hühner sind natürlich nur lebend zu haben. Und die Pullover - gestrickt aus mit Naturfarben gefärbter Wolle heimischer Schafe - dürfen höchsten "an"-probiert werden. Davon abgesehen sind aber überwiegend Verkosten und Genießen angesagt beim Bummel über und um den Forumsplatz und durch die Güterhalle.
Von hausgemachtem Senf und sorgsam gepresstem Speiseöl über Wild, Lamm und frisch geräucherte Forelle bis zu Gemüse, Äpfeln, Käse und Wein fehlt es an nichts. Vor allem nicht an Kürbissen und herbstlichen Dekorationen. Sie sind besonders gefragt bei dem vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) Mosel ausgerichteten Markt mit dem Motto "Regional im Moseltal". Für das leibliche Wohl sorgen die Köche und Lieferanten von "Regional - Erste Wahl", der Initiative, die auf regionale Produkte und Gerichte setzt. Unterstützt werden sie von Mosel-Winzern, die neben Weinen auch Hochprozentiges oder Süßes vom Weinbergspfirsich anbieten.
Prall gefüllt sind die Taschen, mit denen die Marktbesucher unterwegs sind. Gisela Auler macht sich mit Tochter Sandra zeitig auf den Nachhauseweg. "Es ist immer schön hier", lobt die Wintricherin die Vielfalt des Marktes. Usch und Wolfgang Weck haben sich erst eine Probier-Runde gegönnt. "Und jetzt gehen wir noch mal durch und kaufen." Die Neumagen-Dhronerin würde sich einen solchen Markt mehrmals im Jahr wünschen. Außerdem biete sich der Markt an, um sich ein Bild machen zu können von dem, "was die Region zu bieten hat". Dazu zählt auch der Senf der Cochemer Senfmühle. Robert Oberhausen ist von Anfang an beim Regionalmarkt dabei: "Das Ambiente ist gut." Außerdem seien viele Touristen unterwegs. Er hofft, dass der Markt noch viele Jahre beibehalten wird.