Erst Krimi, dann Krönung

Spannung, Spaß und festliches Gepräge - mit einer etwas anderen Krönungsfeier hat die Trittenheimer Weinkirmes ein glanzvolles "Comeback" gefeiert.

Trittenheim. (urs) Der Mut, mit neuen Ideen bei der Trittenheimer Weinkirmes an den Start zu gehen, ist belohnt worden. Schon am Freitagabend können die Veranstalter, Sportverein und Gemeindevorstand, nicht klagen. Sowohl die Zahl der Besucher "unter den Brücken" als auch die Stimmung sind top. Zu der flotten Musik von "Just in time" tanzen viele schon früh am Abend. Auch die geladenen Weinhoheiten harren nicht brav auf ihren Plätzen aus, sondern fetzen ausgelassen über die Bühne. Dabei steht der Höhepunkt des Einstiegs in die St.-Laurentius-Weinkirmes noch aus. Denn erstmals in der Geschichte des fast ausgefallenen Traditionsfestes steht die Krönung der neuen Weinkönigin Katharina I. bereits freitags auf dem Programm - und mit 22.30 Uhr zudem auffallend spät. Mitten in der schönsten Feierlaune wird es daher plötzlich festlich. Mit militärischem Geleit einer Abordnung der mit Trittenheim befreundeten Air Base Spangdahlem ziehen Weinhoheiten und Ehrengäste ein. So geben sich neben Colonel Darrel Roberson und Gattin Cheryl die Hoheiten aus Neumagen-Dhron, Pies-port und Leiwen sowie Gebietsweinkönigin Katja Fehres und die Weinkönigin "Römische Weinstraße" samt Prinzessinnen die Ehre. Die Idee mit der Freitagabendkrönung stammt von Katharina, für die sich als Trittenheimer Weinkönigin einer ihrer größten Wünsche erfüllt hat. Mit dem etwas anderen Programm wollte sie wieder mehr junge Leute für die Krönung begeistern, was ihr auch gelungen ist. Freitagabends sei noch nie so viel los gewesen, freut sich Ortsbürgermeister Helmut Ludwig über den "super Betrieb". Musikalisches Kriminalspiel

Doch nicht nur in punkto Krönung hat die von Weinprinzessin Maike unterstützte neue Weinrepräsentantin für frischen Wind bei der Weinkirmes gesorgt. Auch ihr Kriminalspiel - musikalisch untermalt von der Paulchen-Panther-Melodie - kam super an. Katharinas Auftritt als Trenchcoat-Kommissar sei eine willkommene Einlage gewesen, loben Gäste die originelle Idee, die alle zum Lachen bringt. Der Verdacht, Colonel Roberson könnte die 2003er "Trittenheimer Apotheke" stibitzt haben, hat sich aber selbstverständlich als weinseliges Missverständnis heraus gestellt. Als ihres Amtes würdig erwiesen hat sich Katharina zudem mit ihrer Gästebegrüßung in Englisch und Französisch sowie - auf Bitten von Ludwig - in Trittenheimer Platt. Colonel Roberson hält jedoch mit, indem er sich auf Deutsch für die wunderbare Partnerschaft bedankt und den Trittenheimer Wein als "besten der Welt" bezeichnet.