Erst sanieren, dann abstufen

Die Ortsdurchfahrt von Wehlen wird vermutlich in der zweiten Jahreshälfte saniert. Zudem übernehmen Landkreis und Stadt Bernkastel-Kues die Strecke vom Land. So sieht die Zukunft der Straße durch den Bernkastel-Kueser Stadtteil aus, durch den sich früher tausende Autos quälten.

Bernkastel-Kues. Es wird noch einmal laut werden in der Wehlener Ortsdurchfahrt. Nämlich dann, wenn vermutlich im zweiten Halbjahr 2008 die Baumaschinen anrollen, um die Straße durch den Bernkastel-Kueser Stadtteil zu sanieren. Grund dafür ist ein Verhandlungsergebnis, das nach zahlreichen Ortsterminen zwischen Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier und Landkreis Bernkastel-Wittlich zustande kam. Geteilt in Kreis- und Gemeindestraße

Nach der Eröffnung der jahrelang herbeigesehnten Ortsumgehung Wehlen hat der LBM kein Interesse mehr an der Landesstraße 47 im Bereich von Wehlen. Aus der Landesstraße sollte deshalb eine Gemeindestraße werden. Dieses Vorhaben wird nun aber nur teilweise umgesetzt. 1035 Meter der Straße werden Gemeindestraße, 843 Meter werden zur Kreisstraße. Warum diese Planänderung? Die Kreisverwaltung fürchtet, dass es Probleme mit der Wehlener Moselbrücke geben könnte. Die wäre nach den Ursprungsplänen nur noch auf der Bernkasteler Moselseite an das klassifizierte Straßennetz angeschlossen gewesen. Und das, so argumentiert die Kreisverwaltung, hätte den Landesrechnungshof auf den Plan rufen können. Eine Abstufung der Brücke über die heute die Kreisstraße 73 sei mittelfristig möglich, unkte die Verwaltung. Inzwischen hat sich eine Lösung für das Abstufungsproblem gefunden: So soll die Kreisstraße nicht am Brückenkopf auf der Kueser Seite enden, sondern Richtung Kues weitergeführt werden. Der Kreisausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung der Umwidmung von 843 Metern der Wehlener Ortsdurchfahrt zugestimmt. Damit verbunden ist die Widmung eines neu errichteten Straßenteilstücks mit einer Länge von 110 Metern von der Brückenzufahrt bis zur Anschlussstelle an die neue Ortsumgehung. Das Land als bisheriger Baulastträger beteiligt sich nach Auskunft von Hans-Michael Bartnick, Stellvertretender Dienststellenleiter des LBM Trier, an den Kosten für die Erneuerung der Bitumendeckschicht. Das beinhaltet das Abfräsen und Erneuern der Oberfläche. Da die Verbandsgemeinde-Werke Leitungsarbeiten planen, werde der LBM koordiniert in einer gemeinsamen Ausschreibung der Straßen- und Leitungsbau ausgeschrieben, sagt Bartnick. Er geht davon aus, dass die Arbeiten voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein werden.