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Erst schlecht, dann gut

 Auch die Kleinsten sind im Freibad Morbach gut versorgt: Unter dem "Pils" im Kinderbecken können sie sich so richtig austoben. Foto: Hannah Schmitt
Auch die Kleinsten sind im Freibad Morbach gut versorgt: Unter dem "Pils" im Kinderbecken können sie sich so richtig austoben. Foto: Hannah Schmitt
MORBACH. Sommer, Sonne, Sonnenschein: Die Rekord-Temperaturen im Juli trieben die Menschen ins Schwimmbad. Auch wenn es damit erstmal vorbei ist: Die Verantwortlichen sind mit den Besucherzahlen sehr zufrieden. ARRAY(0x4858a7d0)

"Wenn ich von der Arbeit komme, standen die Kinder schon mit gepackten Taschen an der Tür und wollten ins Schwimmbad. Was sollte man bei dieser Hitze sonst auch machen?", fragte sich in den vergangenen Wochen nicht nur Antje Petersen. Jetzt kann die Familie aus Morbach angesichts der kühleren Witterung etwas mehr Abwechslung in die Freizeitgestaltung bringen. Das konstant gute Sommerwetter bescherte dem Freibad Morbach nach einem eher miserablen Start in die Schwimmbadsaison nun doch noch hohe Besucherzahlen. "Im Zeitraum vom 21. Mai bis Ende Juli hatten wir schon ungefähr 31 200 Besucher", sagt Berthold Staudt, Leiter der Finanzabteilung der Gemeindeverwaltung Morbach. "Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es nur etwa 27 200." Vor allem der Juli war laut Katja Gilcher, Schwimmmeisterin im Freibad Morbach, durchgehend richtig gut. Mit den Temperaturen ist in dieser Zeit auch die Anzahl der Besucher deutlich gestiegen: Von 14 Badegästen am ersten Öffnungstag, dem 21. Mai, bis auf 1640 am 19. Juli, dem bisher besten Tag. "Der Besucherzuspruch steht und fällt einfach mit dem Wetter", erzählt die Schwimmmeisterin. "Und ins Schwimmbad gehen die Menschen erst bei Temperaturen um 28 Grad, wenn es zu warm ist, um andere Dinge zu tun." Momentan profitiert das Freibad Morbach auch von der Schließung des Naturbads im Idar-Obersteiner Stadtteil Tiefenstein in den vergangenen Tagen (der TV berichtete), da dort das Baden auf Grund der Wasserqualität nicht möglich ist. "Die Badegäste, die normalerweise nach Tiefenstein gefahren sind, teilen sich nun auf die drei Freibäder Morbach, Rhaunen und Birkenfeld auf", sagt Katja Gilcher. Deshalb könne man auch wieder vermehrt Besucher aus der Edelsteinstadt antreffen.Verbundkarte kommt gut an

Unterstützt wird dies auch durch die Verbundkarte, die in diesem Jahr neu angeboten wird. Die Verbundkarte ist eine Zehnerkarte für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, die nicht nur im Freibad Morbach sondern auch in den Freibädern Rhaunen, Birkenfeld und Idar-Oberstein genutzt werden kann. Die Karte komme bei den Besuchern gut an, so Gilcher. Und laut Berthold Staudt kommen "auch Leute ins Morbacher Schwimmbad, die die Karte in einem der anderen Bäder gekauft haben". Insgesamt sind die Verantwortlichen mit der Saison bisher ganz zufrieden. "Wir haben das Vorjahr schon aufgeholt", freut sich die Schwimmmeisterin. "Und wenn jetzt der August noch stabil bleibt, dann könnte es sogar ein gutes Jahr werden."