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Erste Museen im Kreis Bernkastel-Wittlich öffnen wieder

Kultur : Erste Museen empfangen wieder Besucher

Seit dieser Woche können Museen im Kreis ihre Ausstellungen wieder für Besucher öffnen. Teilweise bleiben die Türen aber noch geschlossen.

Seit Montag dürfen die Museen wieder öffnen – allerdings nur, wenn sie sich an strikte Hygienevorschriften, Abstandsregelungen und Zugangskontrollen halten. Auch im Kreis Bernkastel-Wittlich gibt es einige Museen, die wieder besucht werden können und Ausstellungen anbieten.

Das Kulturangebot in Wittlich steht seit Dienstag wieder für Besucher zur Verfügung. In der Städtischen Galerie im Alten Rathaus kann man neben der Meistermann-Daueraustellung bis zum 30. August die Werkschau von Dietrich Wenzel unter dem Titel „Meisterschaft. Der Zeichner und Maler Dietrich Wenzel“ sehen. Maximal zehn Personen können die Ausstellungen wegen der Abstands- und Hygienevorschriften gleichzeitig besuchen, ein Mundschutz wird erwartet. Außerdem sollte der Besuch nicht länger als 45 Minuten dauern.

Auch die Ausstellungen in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge, im Türmchen und im Casa Tony M. können unter den genannten Hygienevorgaben wieder besucht werden. Die maximale Personenanzahl variiert je nach Größe der Ausstellung.

Das Cusanus-Geburtshaus in Bernkastel-Kues öffnet ab Freitag, 15. Mai, wieder an den Wochenenden. Von Freitag bis Sonntag können acht Personen zur gleichen Zeit die Ausstellung „Leben und Werk des Nikolaus von Kues“ besuchen. Dabei sind das Tragen eines Mundschutzes und das Desinfizieren der Hände eine Vorgabe. Die Ausstellung ist als Rundgang im Saal aufgebaut und so konzipiert, dass die Besucher sich verteilen. Das Zylinderhaus in Bernkastel-Kues hat vorerst noch bis zum 18. Mai geschlossen.

Beim Mittelmosel-Museum und dem Haus der Ikonen in Traben-­Trarbach wird derzeit noch geprüft,  ob die Vorgaben umsetzbar sind. Das Schuhstyling-Museum in Traben-Trarbach ist ab dem 19. Mai wieder von Dienstag bis Samstag geöffnet und das Zeitreise-Museum öffnet samstags, sonntags und an Feiertagen. Das Buddha-Museum in Traben-Trarbach ist derzeit geschlossen, und noch gibt es keine Auskunft über eine Öffnung.

Im Archäologiepark Belginum in Morbach-Wederath laufen aktuell die Vorbereitungen, so dass voraussichtlich am 20. Mai wieder geöffnet werden kann. Die Vorgaben wurden dafür beachtet und die Umsetzung ist im Gange: „Ein Rundlaufplan durch die Dauerausstellung wurde bereits ausgearbeitet. Die entsprechenden Markierungen werden noch am Boden aufgebracht. Am Museumscounter werden zum Schutz des Personals „Spuckschutzwände“ installiert“, erklärt Andreas Hackethal, Bürgermeister der EG Morbach. Außerdem würden Desinfektionsmittelspender aufgestellt und die Hygienevorgaben im Museum und in den sanitären Bereichen umgesetzt werden. Die Abstandsregeln müssten auch im Museum von den Besuchern eingehalten werden, und ein Mundschutz sollte ebenfalls getragen werden. Eine Besucherbegrenzung von einer Person auf zehn Quadratmetern Fläche ist vorgegeben und insgesamt dürfen sich maximal 20 Menschen gleichzeitig in der Dauerausstellung aufhalten.

Bei den anderen Museen in Morbach sieht die Lage erst mal anders aus. Hackethal: „In Abstimmung mit den Museumsleitungen bleiben das Hunsrücker Holzmuseum und das Deutsche Telefonmuseum vorerst geschlossen. Anfang Juni wird über weitere Bestimmungen beraten.“

Im Hunsrückhaus am Erbeskopf  wäre derzeit die Ausstellung „Willkommen im Urwald von morgen“ zu sehen. Doch aufgrund der Hygienevorgaben könne das Museum derzeit noch nicht öffnen, da die Touchscreens, die ein großer Teil der Ausstellung seien, nicht den Vorschriften für eine Öffnung entsprechen, erklärt eine Mitarbeiterin des Nationalparkamtes. Es sei abzuwarten, ob sich eine Möglichkeit finden lasse, die Ausstellung wieder öffnen zu können.

Voraussichtlich in dieser Woche können die ersten Besucher im Manderscheider Maarmuseum wieder das Urpferdchen bewundern oder im Strohner Vulkanhaus die explosive Seite der Eifel nachempfinden. Genaues weiß man derzeit allerdings noch nicht. „Im Moment gibt es dazu noch keine Landesverordnung“, räumt der Leiter beider Einrichtungen, Martin Koziol, ein. „Wir richten uns auf einen reduzierten Betrieb und die Umsetzung der erforderlichen Hygienemaßnahmen ein.“ Das bedeutet aber nicht nur Mundschutz und Händedesinfektion: „Zugelassen ist ein Besucher pro zehn Quadratmeter, so dass wir in Manderscheid maximal 20 und in Strohn bis zu zehn gleichzeitig haben können.“

Das Maarmuseeum in Manderscheid öffnet bald wieder. Foto: m_kreis <m_kreis@volksfreund.de>+SEP+m_kreis <m_kreis@volksfreund.de>

Schulklassen und Gruppen, die sonst einen Großteil der wissensdurstigen Erdgeschichtsfans ausmachen, hatten schon von sich aus bis einschließlich Juli ihre Besuche abgesagt. Das Defizit bei den Eintrittsgeldern gefährde die Existenz der beiden Einrichtungen nicht. „Wir haben Soforthilfe bekommen und werden wohl mit zwei blauen Augen davonkommen“, schätzt Koziol.