erster Hof- und Scheunenflohmarkt in Kröv stößt auf große Resonanz

Aktion : Sammeltassen, Spielzeug und Wein

In Kröv ist der erste Hof- und Scheunenflohmarkt auf große Resonanz gestoßen.

Erst zwei Stunden ist der Hof- und Scheunenflohmarkt  offiziell eröffnet und Peter Schetter ist bereits jetzt begeistert von der neuen Aktion in Kröv. „Postkarten, Wein, Spielzeugautos und Schallplatten habe ich schon verkauft“, freut er sich. Das Angebot an Sachen, die seine Familie nicht mehr braucht und die sie deshalb zwei Tage zum Verkauf anbietet, ist riesig:  Die Scheune ist voll mit fein säuberlich aufeinandergelegten Pullovern, Hemden und anderen Textilien.

In seiner Garage hat er Haushaltswaren, Schallplatten und Postkarten aufgebaut. „Welcher Jahrgang sind Sie?“ fragt er. Und schon zeigt er die passende Flasche Wein. „Es ist ein tolles Geschenk, für Geburtstage oder Jubiläen.“ Und auf dem Bürgersteig bietet Schetter viel Spielzeug an, dazu ein metallenes Kinderbett, Instrumente wie eine alte Trompete und ein Keyboard sowie Haushaltsgeräte, beispielsweise einen alten Allesschneider mit Kurbel und einen Fleischwolf.

So wie bei Schetter sieht es an diesem Wochenende in vielen Garagen, Hofdurchgängen und unter extra aufgebauten Pavillons aus. Denn die Touristinfo hat erstmals einen Hof- und Scheunenflohmarkt organisiert. Quer durch den ganzen Ort zeigen bunte Luftballons an, dass es hier etwas zu entdecken gibt. So finden die Kaufwilligen, an diesem Samstag überwiegend Touristen und Gäste von auswärts, auch den Weg in den Hinterhof von Manfred Plein. Alte Bügeleisen, Körbe, Sammeltassen, Blumenübertöpfe, ein Vogelkäfig und eine bunt bemalte Milchkanne: Entdecker kommen hier auf ihre Kosten. Auf einem Biedermeierstuhl liegt ein Zettel: Verkauft. „Fürs erste Mal ist sehr viel los. Von elf Uhr bis jetzt in die Mittagszeit habe ich gut verkauft“, sagt er. Bei ihm auf dem Hof stöbern vier Damen aus dem Saarland, die von Stand zu Stand durch den ganzen Ort ziehen. Sie verbringen das Wochenende auf einem Campingplatz an der Mosel. „Eine Kaffeemühle und einen Korb haben wir schon gekauft. Wir haben es uns zurücklegen lassen und holen alles nachher ab, damit wir es nicht mit uns herumschleppen müssen“, sagen die vier. Wobei die Preise vom Verhandlungsgeschick der jeweiligen Anbieter und Interessenten abhängen: „Auszeichnen können wir nichts. Es geht alles über Handeln“, sagt eine Ausstellerin, die namentlich nicht genannt werden will.

Den Anstoß zu der Aktion hat Rita Stroh gegeben, die selbst auch unter einem Pavillon vor ihrem Haus und in ihrer Garage nicht mehr benötigte Sachen anbietet. Drei benachbarte Frauen, die im Vorjahr gemeinsam einen Garagenflohmarkt veranstaltet haben, haben sie auf die Idee gebracht. „Wollen wir das nicht größer aufziehen“, hat sie sie gefragt und der Tourist-Info die Idee unterbreitet. Die Mitarbeiterinnen hätten sofort die Organisation übernommen „und sich richtig reingehängt“, sagt die Initiatorin. Bis Fastnacht seien 22 Anmeldungen gekommen, bis Ostern 55. Jetzt seien es mehr als 75, die sich offiziell angemeldet haben und als Standort auf dem extra aufgelegten Flyer eingezeichnet sind. Dazu seien einige Haushalte gestoßen, die sich im Vorfeld nicht angemeldet haben. Was Stroh überrascht, sind die Interessenten, die schon um neun Uhr gekommen sind und zielgerichtet nach bestimmten Dingen gefragt haben, wie beispielsweise Schallplatten. Was ihren Mann veranlasst hat, seine alte Sammlung durchzuschauen und ebenfalls einige Scheiben anzubieten. Mit Erfolg: bis zum frühen Nachmittag sind 20 Schallplatten weg.  Und auch über den Nachmittag habe das Interesse nicht nachgelassen. „Es waren die ganze Zeit Leute da“, sagt sie. Durch das goße Interesse sei der Sinn der Aktion erfüllt. Stroh: „Wenn jemand noch Gefallen findet an Sachen, die man nicht mehr braucht, ist man ja selbst froh.“

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