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Erster Straßenmarkt in Klausen trotz großer Auflagen

Veranstaltung : Erster Straßenmarkt trotz strenger Auflagen

In Klausen gibt es seit 45 Jahren Märkte, einen im Frühjahr und einen im Advent. Daran ändert in diesem Jahr auch Corona nichts: Der Erberhardsmarkt lädt am Sonntag zum Bummeln ein.

Viele Veranstaltungen fallen in diesem Jahr wegen des Coronavirus, aus. Für die Organisatoren von Konzerten oder Events gibt es sehr hohe Auflagen, so dass es sich meistens nicht lohnt, sie zu organisieren. Krammärkte sind ebenfalls von strengen Richtlinien betroffen. In Wittlich zum Beispiel wurde der Monatsmarkt, der am ersten Freitag im Monat stattfindet, auf den Parkplatz in der Karrstraße verlegt, damit die Abstände und Richtlinien eingehalten werden können.

In Klausen ist es der Ortsgemeinde gemeinsam mit den Marktkaufleuten gelungen, die Bestimmungen so umzusetzen, dass der Klausener Erberhardsmarkt am Sonntag, 28. Juni, von 11 bis 18 Uhr an gewohnter Stelle im Ortskern stattfinden kann. Ortsbürgermeister Alois Meyer erklärt: „Es ist natürlich ein großer Aufwand, den wir hier betreiben müssen, damit es den Markt geben kann, aber wir haben in Klausen eine lange Marktfahrertradition und dieser Personenkreis ist von der Pandemie durch Absagen stark betroffen. Da wollen wir ein positives Zeichen setzen.“ Zu den Auflagen, die eingehalten werden müssen, gehören ein Abstand zwischen den Reihen von sechs Metern, es muss einen Ein- und Ausgang geben, es wird darauf geachtet, dass eine Person zehn Quadratmeter Platz hat, es muss für Desinfektionsmittel am Eingang gesorgt sein und Informationen müssen aushängen. Doch trotz dieser Hürden, werden die Marktkaufleute und die örtliche Gastronomie versuchen, dass der Besuch für die Gäste ein schönes Erlebnis wird. 40 Händler werden auf dem Gelände, das die Eberhardsstraße und Trierer Straße umfasst, Stände aufstellen. Um den größeren Platzbedarf, wegen der Abstandsregeln einhalten zu können, werden Waren zusätzlich am alten Weiher angeboten.

Es werden unter anderem Haushaltswaren, Bekleidung, Dekoartikel, Schmuck, Gewürze und Süßigkeiten verkauft. Gerd Esch, der den Markt mitorganisiert, berichtet: „Ich hätte bestimmt 100 Händler kriegen können. Durch Corona gab es etliche Märkte, die absagt wurden oder nicht stattfinden in diesem Jahr. Da sind die Kollegen froh um jeden Markt, der gemacht werden kann.“ In Klausen werden viele bekannte Gesichter sein. „Vorrangig sind in Klausen bekannte und bewährte Händler, aber auch einige Neue, beispielsweise ein Süßwarenstand, der bisher noch nicht da war“, so Gerd Esch.

Sehr froh ist er, dass die Gemeinde die Vorschriften rund um die Kirche umsetzen kann und man nicht auf einen anderen Platz ausweichen muss. „Die Märkte gehören in die Straßen. Oft waren sie rund um die Kirchen und an Kirchenfeiertage gebunden. Das ist ein ganz anderes Erlebnis als auf einem abgelegenen Parkplatz.“

Schade findet der Sprecher der Marktkaufleute, dass die Krammärkte den Wochenmärkten immer noch nicht gleichgestellt sind, was die Corona-Auflagen angeht (der TV berichtete). „Trotz einiger Gespräche mit der Politik sind wir da noch nicht gleichberechtigt, was beispielsweise die Abstände zwischen den Ständen angeht.“ Aber er ist zuversichtlich, dass es weitere Lockerungen geben wird. „Die Bestimmungen ändern sich momentan sehr oft, so dass wir hoffen, dass noch einige Märkte in fast gewohnter Form stattfinden können.“