Bildung : Erstes, wichtiges Ziel erreicht

Flüchtlinge und Migranten nahmen jetzt nach bestandenem Deutschkurs an der Volkshochschule Bernkastel-Kues in der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte ihre Zeugnisse entgegen.

(msc) „Setzen Sie sich ein Ziel: Wo wollen Sie in zehn Jahren sein?“ Diesen Rat gab Alexander Licht, Vorsitzender der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte, den zwölf internationalen Teilnehmern, die zum Abschluss des A1-Deutschkurses der Volkshochschule Bernkastel-Kues  ihr Zeugnis entgegennahmen.

Ein erstes, wichtiges Ziel haben sie bereits erreicht: Die meisten haben mit befriedigenden, guten oder sogar sehr guten Leistungen in Deutsch Lesen, Sprechen und Schreiben gezeigt, dass sie sich in ihrer neuen Heimat sprachlich orientieren können.

Licht ermutigte die Teilnehmer, unter ihnen Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan ebenso wie italienische und rumänische Migranten, den Ehrgeiz auch für einen weiteren Sprachkurs zu haben. Denn eine Ausbildung beispielsweise lässt sich erst mit dem Sprachniveau B2 beginnen. Mit A1 sind die Teilnehmer in der Lage, vertraute, alltägliche Ausdrücke und einfache Sätze zu verwenden, sich und andere vorzustellen und zu befragen und sich somit auf einfache Art zu verständigen. Erst das Verstehen einer Sprache, so Alexander Licht, führe auch zum Verständnis der jeweiligen kulturellen und demokratischen Werte Deutschlands.

Dafür sei die Kueser Akademie, die regelmäßig Veranstaltungen zur europäischen Geistesgeschichte durchführt, ein idealer Ort. Die Kueser Akademie verantwortet seit drei Jahren auch die Volkshochschule Bernkastel-Kues. Dort finden neben dem traditionellen Sprachkurs­programm seit 2015 besondere Sprachkurse für Geflüchtete oder sonstige ausländische Bürger statt, darunter auch solche mit Kinderbetreuung, damit auch junge Mütter teilnehmen können.

Eine Geflüchteten als auch anderen, zumeist europäischen Migranten offenstehende Prüfung wurde nun bereits zum 13. Mal in der Volkshochschule abgenommen. Die Prüfungsteilnehmer – darunter eine Studentin aus Kiew, ein ehemaliger Hotelmanager aus dem Iran und ein junger tunesisch-stämmiger Emigrant italienischer Staatsbürgerschaft – können nun ihren nächsten Zielen nachgehen.