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Ersthelfer von morgen üben den Ernstfall

Ersthelfer von morgen üben den Ernstfall

Die Jugend des Roten Kreuzes aus dem Bezirk Trier hat sich in Wittlich zum Wettbewerb getroffen. 200 Kinder und Jugendliche sind mit großem Engagement dabei.

Wittlich Mehr als 800 Jugendliche sind im Bezirk Trier, zu dem die Landkreise Vulkaneifel, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich gehören, im Deutschen Roten Kreuz organisiert. 200 davon sind zum Wettkampftreffen in die Säubrennerstadt gekommen. Die Sechs- bis 16-Jährigen erwarten dabei verschiedene Stationen in den Bereichen Erste Hilfe, Musisch-Kultur, Rotkreuz, Sport-Spiel sowie Soziales.
Im Gebiet Soziales waren sie bei der Feuerwehr Wittlich und haben dort unter anderem einen Feuerwehrknoten gelernt, beim Musisch-Kulturellen haben sie gemeinsam ein Standbild mit dem Thema "Darum bin ich beim Roten Kreuz" gebastelt. Bei Sport und Spiel war unter anderem eine Hüpfburg aufgebaut.
Stefanie Sommerfeld, Kreisbereitschaftsleiterin, berichtet: "Erste Hilfe, und Sport-Spiel sind immer gesetzt und das soziale Thema, in diesem Jahr die Feuerwehr, wird vom Verband vorgegeben." An den Stationen warten insgesamt 40 Schiedsrichter auf die Gruppen mit ihren jeweils zwei Betreuern. Während Jugendliche im Musisch-Kulturellen dabei sind mit Zeitvorgabe ein Kreuz aus rotem Papier auszuschneiden, die sieben Leitsätze aufschreiben und Gemeinschaftsargumente wie Freunde treffen, Spaß, Gruppenzusammenhalt und Ausflüge für ihren Teil des Standbilds sammeln, geht es bei der Ersten Hilfe zur Sache.
Dort ist ein Unfall nachgestellt, bei dem eine Skateboardfahrerin in eine Scherbe getreten, dabei einen Passanten mit zu Boden gerissen hat, der auf eine Bordsteinkante geknallt ist. Eine zur Hilfe geeilte weitere Passantin hat sich an einer Scherbe geschnitten. Schon die Jüngeren werden mit dieser Szene konfrontiert. Sie sieht täuschend echt aus. Mit Dermawachs, einem speziellen Hautwachs und Kunstblut, das aus einer Zuckerlösung und Farbe besteht, werden die Wunden aufgeschminkt. Die Rotkreuzler, die die Unfallopfer spielen, machen das ebenfalls sehr realistisch, jammern, rufen um Hilfe, sagen stockend, dass sie starke Schmerzen haben.
Einige der jungen Helfer greifen sofort beherzt zu und wissen, was zu tun ist, wie man die Personen beruhigt, einen Verband anlegt, die Personen richtig lagert. Einige Helfer sind nervös und müssen sich erst einmal in der Gruppe sortieren. Erich Bohn, Schiedsrichter bei der Station Erste Hilfe sagt: "Ich finde es wichtig, dass wir den Kindern beibringen, sich mit Situation auseinanderzusetzen und zu helfen, bei denen andere sagen: ‚Das geht mich nichts an.'" Die stellvertretende Bezirksleiterin Andrea Ludwig betont, dass die Erste Hilfe sehr wichtig ist beim Roten Kreuz und insgesamt in der Gesellschaft. Sie erklärt: "Wir würden es am liebsten sehen, wenn Erste Hilfe fest im Lehrplan der Schulen verankert wäre." Weiter sagt sie: "Wir wollen als Jugendrotkreuz aber auch vielfältig sein, Teamfähigkeit und politische Themen, wie aufeinander zugehen und füreinander da sein, ansprechen und spielerisch trainieren."
Die Kinder und Jugendlichen hatten nach so viel Wettbewerb, Spiel und Spaß erst einmal Hunger. Darauf war das zehnköpfige Küchenteam, das Pizza für alle hatte, bestens vorbereitet. Dort konnten sich alle satt essen und den Tag gemeinsam bei der Siegerehrung beschließen.Extra: ERGEBNISSE DES BEZIRKSENTSCHEIDS


Stufe I, 6 bis 12 Jahre: 1. Platz: Die teuflischen Engel returned, Ortsverein Mettendorf, Kreisverband Bitburg-Prüm; 2. Platz: Helping Hands, Ortsverein Mettendorf, KV Bitburg-Prüm; 3. Platz: The Muppets, Ortsverein Prüm, KV Bitburg-Prüm; 4. Platz: Die kleinen Biester, Ortsverein Arzfeld, KV Bitburg-Prüm Stufe II, 13 bis 16 Jahre: 1. Platz: Die Minions, Ortsverein Prüm, KV Bitburg-Prüm; 2. Platz: Die Ghostbusters, Ortsverein Prüm, KV Bitburg-Prüm; 3. Platz: Crazy Monkeys, Ortsverein Speicher, KV Bitburg-Prüm; 4. Platz: Schweich II, Ortsverein Schweich, KV Trier-Saarburg. Die Gruppen vertreten den Bezirksverband Trier auf den Landeswettbewerben vom 25. bis 27. August in Bad Kreuznach.