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Es geht voran: So soll Wittlich schöner werden

Es geht voran: So soll Wittlich schöner werden

Der Bürgerentscheid ist gefallen, die konkrete Planung gemeinsam mit den Sprechern der Bürgerinitiative und anderen Wittlichern soweit abgeschlossen. Stimmt der Stadtrat zu und läuft alles glatt, hat Wittlich nächstes Jahr zur Kirmes einen komplett neu gestalteten Parkplatz Karrstraße.

Wittlich. Ausnahmsweise scheint mal die Sonne. Schatten gibt es aber noch nicht auf dem großen, ungepflegt wirkenden Parkplatz gegenüber der St. Markuskirche. Das wird sich ändern. Auf dem Papier ist das schon passiert: Es zeigt Bäume entlang dem Mäuerchen, das das Gelände links begrenzt. Darunter stehen Bänke.
Vielleicht sieht es nächstes Jahr zur Säubrennerkirmes genauso aus, wie auf dem Plan, den Hans Gelz, Karl-Heinz Kaspari und Dorothea Jüttermann in der Karrstraße vor dem Parkplatz entrollen: Das ist die Endfassung, auf die sich unter anderem diese drei Vertreter der Bürgerinitiative für die Umgestaltung des Geländes eingesetzt haben. Bürgermeister Joachim Rodenkirch blickt auf die Zeichnung und sagt: "Das ist ein konsensfähiges Ergebnis. Ich habe das Gefühl, dass die Gremien das mittragen." Denn der Stadtrat muss noch zustimmen, damit die finanzielle Seite des Projekts geregelt werden kann. Auf immerhin 868 000 Euro werden die Kosten geschätzt. Allein 150 000 Euro wird es kosten, das buckelige Gelände nach hinten und zur Mitte abzutragen. "Es entsteht eine ganz leichte Schüsselform. Die Häuser in der Kordel werden danach richtig sichtbar sein", sagt Rodenkirch.
Dorothea Jüttermann, die genau am Platz ein Geschäft betreibt, sagt: "Ich bin froh, dass es so kommt. Das ist so wichtig für die Altstadt, für die wir etwas tun müssen. Auch meine Kunden sind froh, dass der Platz erhalten bleibt und in dieser Form ausgebaut wird." Hans Gelz dankt insbesondere den Wittlichern, die unterschrieben haben und der FWG, die aus dem Stadtrat heraus den Bürgerentscheid unterstützt hat und zollt dem Bürgermeister "Respekt", der "zeitnah den demokratischen Entscheid akzeptierte und die Planung vorantrieb." Jetzt gibt es einen Konsens. Demnach wird die Zufahrt in etwa dort bleiben, wo sie liegt und eine Abfahrt sowohl wieder in der Karrstraße als auch zur Mittleren Kordel führen. Dazwischen sind neben neuem Stadtgrün, kleinere Räume, Bänke und insgesamt 74 öffentliche Stellplätze sowie 18 Anwohnerplätze zur Klosterstraße hin eingeteilt.
Karl-Heinz Kaspari sagt: "Die Gestaltung soll praktischen Nutzen bringen und schön sein. Das ist gelungen." Die Sonne scheint noch: Und jetzt diskutieren alle schon die nächste Idee: ein Markt am Samstag. sos