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"Es muss sich etwas tun" "Gut versorgt"

"Es muss sich etwas tun" "Gut versorgt"

16 Eltern und zwei Schüler überlegten gemeinsam, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um den Unterrichtsausfall am Cusanus- Gymnasium zu reduzieren. Viele Ideen wurden gesammelt.

Wittlich. "Leistungskurse fallen weg, es wird nicht die volle Stundenzahl gelehrt, die vorgesehen ist, das ist untragbar", so fasste Dagmar Schweiger die momentane Situation am Cusanus-Gymnasium zusammen (der TV berichtete).

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der die Eltern den Unterrichtsausfall in den Klassen und Kursen ihrer Kinder beschrieben, machte sich der Arbeitskreis Gedanken um das weitere Vorgehen. Erst einmal wurden die eigenen Möglichkeiten erörtert. "Wir brauchen eine Plattform, die unsere Probleme aufgreift, beispielsweise eine Internetpattform, um den Druck nach außen zu erhöhen", sagte Klaus Schmitz. Neben den Eltern des Cusanus-Gymnasiums will man auch mit Eltern anderer Schulen Kontakt aufnehmen. "Sowohl der Regionalelternbeirat als auch der Landeselternsprecher sollen von der Situation in Kenntnis gesetzt werden", schlug Ulrike Sponheimer vor. Parallel dazu sollen weitere Medien mit ins Boot geholt werden.

Im Laufe des Abends wurden immer wieder Beispiele für gravierenden Unterrichtsausfall genannt. "Man kann den Unterrichtsausfall nicht mehr ignorieren, hier muss sich etwas tun", so Norbert Backes. Aber nicht in allen Klassen und

Kursen des Gymnasiums fehlen Lehrer, "in den Klassen unserer Kinder ist der Stundenausfall in einem erträglichen Rahmen", berichtete Klaus Herrig. "Die Stimmung unter den Schülern ist unterschiedlich. Aber einige fragen sich schon, wie sie den Stoff nachholen sollen", erzählte eine Schülerin.

"Wir sollten erst noch einmal mit der ADD sprechen, und falls wir dort nicht weiterkommen, uns an Mainz wenden", sagte ein Vater. Auch die Landtagsabgeordneten sollen angesprochen werden "Sie haben die Möglichkeit, kleine Anfragen an die Regierung zu stellen, denn uns als Eltern sind nicht alle Fakten zugänglich", regte Kai Hansen an.

Um in Gesprächen mit Behörden und Politikern besser argumentieren zu können, bildete sich ein kleiner Arbeitskreis, der Fakten sammeln will. Die Schüler sollen über die Schülervertretung ihren Unterrichtsausfall dokumentieren, damit man auch hier Argumente hat.

Einig waren sich alle, dass die Eltern hier handeln müssen. "Die Schüler können es nicht, die Lehrer dürfen nicht, also setzen wir uns ein", resümiert Rita Faßl-Lichter, die Leiterin des Arbeitskreises. extra Arbeitskreis: 94 Eltern von 129 für die elfte Klasse am Cusanus-Gymnasium haben die Forderungen schon bekräftigt. Ihre Unterschriftenbriefe sind gestern an Kultusministerium und ADD geschickt worden. "Die Resonanz ist erfreulich. Es haben sich viele Elternsprecher anderer Jahrgangsstufen gemeldet. Wir werden jetzt alle Eltern des Gymnasiums informieren und Formblätter verteilen", sagt Rita Faßl-Lichter. 45 Unterrichststunden seien seit den Ferien in Einzelfällen der elften Klasse bislang ausgefallen. Andere Schulen werden um Kooperation gebeten. Kontakt-Telefon: 06535/1067 (Rita Faßl-Lichter), 06578/99090 (Gabriele Sponheimer). (sos)