Escape-Room-Mosel in Traben-Trarbach: Gäste müssen den Weg nach draußen suchen

Escape-Room-Mosel in Traben-Trarbach: Gäste müssen den Weg nach draußen suchen

Die Besucher einer neuen Freizeiteinrichtung in Traben-Trarbach haben viele Rätsel zu lösen und müssen – je nach Spielszenario – gruselige und spannende Momente durchstehen, während sie sich den Weg nach draußen erarbeiten.

Wer schon immer mal eine Bank ausrauben wollte, ohne danach im Gefängnis zu landen, der darf sich als Besucher des Escape-Room-Mosel in Traben-Trarbach darin üben. Der "Bankraub" ist eines von insgesamt drei Spielszenarien, zwischen denen die Besucher der neu eingerichteten Freizeiteinrichtung an der Mosel wählen können.
"Wir wollen damit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern Spielmöglichkeiten bieten, bei denen sie mal nicht vor dem Bildschirm sitzen, sondern mit Freunden in der Gruppe ihre Freizeit im echten Leben gestalten können", sagen die Gründer und Geschäftsführer des Escape-Rooms-Mosel, Alexander Wagner (37) und Andre Hild-Dreiocker (36). Im Januar haben die beiden Männer damit begonnen, Wagners Immobilie, einen Gebäudeteil der ehemaligen Wildstein-Kaserne, umzubauen.

Mittlerweile haben sie im 250 Quadratmeter großen Keller des Gebäudekomplexes drei solcher Escape-Rooms liebevoll eingerichtet "und bislang in den Umbau rund 60?000 Euro investiert". Dabei wurde auch viel Elektronik verbaut, denn neben Licht- und Soundeffekten werden viele andere Effekte der Abenteuerlandschaft über den Computer gesteuert.

Die Besucher können zwischen den Szenarien Bankraub, Horror und Sherlock Holmes wählen. Bei allen Spielszenarien müssen Rätsel gelöst und schließlich Wege ins Freie gefunden werden. "Bei manchen Rätseln muss man sich eher körperlich ins Zeug legen, bei anderen dafür mehr Grips zeigen", sagt Wagner. "Das Schwierigkeitslevel ist hoch."

Wer zum Beispiel die realistisch eingerichtete Bankfiliale im Keller des Gebäudes betritt, findet sich zunächst in einer Schalterhalle mit Geldautomaten wieder. Doch der Weg in den Tresorraum wird von einer vergitterten Eisentüre versperrt, deren Öffnung die Besucher vor eine große Herausforderung stellt. Dazu muss der Besucher noch viele weitere Rätsel lösen, um in den Tresorraum und später wieder aus der Bank heraus zu finden. Der "Bankraub" ist nur eine der drei Abenteuerlandschaften, welche in den Kellern des "Escape-Rooms" zum Rätselraten und Spielen einladen.

Um die Aufgaben zu lösen, ist stets Gruppenarbeit gefragt. "Ohne Gruppendynamik, also ganz alleine, macht das keinen Sinn. Deshalb braucht eine Gruppe zwei bis sieben Spieler", sagt Hild-Dreiocker. Und wenn nichts mehr geht? Dann helfen die Moderatoren. Denn die Spieler im Keller, die von den Veranstaltern auf Videomonitoren vom Erdgeschoss aus überwacht werden, bekommen von den Spielleitern notfalls auch kleine Tipps über Funk. Wagner: "Das sind gut verpackte Hinweise, die den Leuten einen Schubs in die richtige Richtung geben sollen."

Von der Besucherzahl und der Resonanz der Kunden seien sie positiv überrascht worden, sagt Wagner. Die Escape-Rooms seien aber nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Firmen interessant, sagt Wagner. "Den Mittwoch und Donnerstag möchten wir für Unternehmen freihalten, die hier Teambuilding-Maßnahmen umsetzen können. Denn auf der Flucht aus dem Escape-Room, welche sich die Spieler gemeinsam erarbeiten müssen, lerne man sich besser kennen, sagt Wagner.

Derzeit arbeiten die beiden Gründer noch an einer vierten Abenteuerlandschaft, die Ende Oktober eröffnen soll. Hild-Dreiocker: "Das Szenario heißt ,Atomkraftwerk‘. Dabei müssen die Spieler eine Kernschmelze verhindern."Auch in der Zukunft wollen die Betreiber die Mottos der Escape-Rooms in Traben-Trarbach von Zeit zu Zeit umgestalten, damit bei den Besuchern keine Langeweile aufkommt. "Aber wir können viele Rätsel der Szenarien in wenigen Minuten per Hand oder über den Computer abändern, sodass es auch in der gleichen Abenteuerlandschaft neue Herausforderungen geben kann", sagt Wagner. Infos und
Öffnungszeiten

Seit Anfang des Monats hat das Veranstaltungszentrum mit Café jeden Freitag, Samstag und Sonntag jeweils von zehn bis 22 Uhr für Besucher geöffnet. Jede der aktuell drei Abenteuerlandschaften bietet rund 60 Minuten Unterhaltung für Gruppen zwischen zwei bis sieben Personen.

Der Eintritt kostet je nach Gruppengröße zwischen 35 und 22,5 Euro pro Person. Schüler und Studenten erhalten bei Vorlage eines gültigen Studenten- oder Schülerausweises zehn Prozent Rabatt. Mit Ausnahme des "Horrorraums" sind die Abenteuerlandschaften nach Angaben der Betreiber auch für Kinder unter zwölf Jahren geeignet.

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