Essen auf Rädern

Zum Artikel "Essen auf Rädern bald vom Roten Kreuz" (TV vom 20. November) schreibt dieser Leser:

Die Abnehmer müssen sich regional entgegen der Darstellung im Artikel ab Februar 2015 schon Sorgen machen, wenn es um das warme Mittagessen geht. Denn die bisher gewohnte Versorgung soll nur im Raum Hermeskeil, der Ortsgemeinde Thalfang und den Gemeinden dazwischen unverändert fortgesetzt werden. Für die übrigen Abnehmer setzt eine gravierende Änderung ein, denn hier sollen zukünftig einmal wöchentlich tiefgekühlte Essen ausgeliefert und dann täglich selbst erwärmt werden. Hier bäumt sich für viele ältere Mitbürger eine kaum zu überwindende Hürde auf. Nun heißt es wieder Vorratshaltung in der Gefriertruhe organisieren, das richtige Gericht täglich zeitig auswählen und selbst warm aufbereiten, wozu vielversprechend mehrere technische Hilfsmittel wie Backofen, Warmwasserbad oder Mikrowelle alternativ vorgeschlagen werden. Diese Herausforderung ist von vielen älteren Menschen nicht mehr zu bewältigen und birgt darüber hinaus auch neue Gefahrenquellen. Die oft zitierte Zielsetzung "Zuhause alt werden" wird damit ein gutes Stück ausgehöhlt, denn eine regelmäßige warme Essensversorgung ist neben der Unterstützung bei der Körper- und Haushaltspflege ein wesentlicher Baustein für die zunehmend älteren Mitmenschen auch in unserer Region, hier gilt es dieses Versprechen auch pragmatisch wirklich einzulösen. Es sollte keinesfalls die nun angekündigte regional unterschiedliche Versorgungsgarantie (zum Beispiel innerhalb der Verbandsgemeinde Thalfang) einfach hingenommen werden. Erich Thösen, Talling