Etgerter sollen nicht frieren

ETGERT. (urs) Mit dem Abschluss des Straßenausbaus dürfen sich die Etgerter in diesem Jahr auf eine neue Heizung für ihr Gemeindehaus freuen.

Klein, aber fein präsentiert sich der Haushalt der Gemeinde Etgert. Den rund 60 Bürgern gelingt nämlich etwas, wovon andere nur träumen. Die Gemeinde kann ihren Haushalt ausgleichen. Da fällt es leicht, sich für den Austausch der in die Jahre gekommenen Ofenheizung im Gemeindehaus zu entscheiden. Obwohl der drittkleinste Ort der Verbandsgemeinde Thalfang dafür mit einer Investition von rund 20 000 Euro rechnet. Allerdings ist derzeit noch unklar, ob eine Gas-, Öl- oder Holz-Heizung installiert wird. Wohl eher nicht in Frage kommt eine Pellet-Heizung. "Für uns wird das in der Einrichtung wohl zu teuer werden", vermutet Ortsbürgermeister Herbert Weirich, der sich bereits erkundigt hat, "was machbar ist". Zur Finanzierung will die Gemeinde auf 8000 Euro Sonder-Rücklagen zurückgreifen und einen Kredit in Höhe von 6000 Euro aufnehmen. Abgesehen von der Heizung investiert Etgert weitere 22 000 Euro in den Abschluss des Ausbaus der innerörtlichen Straßen. 17 300 Euro dafür sollen über Kredite hereinkommen. Daneben stehen 10 000 Euro für den Wirtschaftswegeausbau bereit. Und zwar 3700 aus der Jagdpacht plus 6200 aus dem Haardtwald-Topf, der dann leer wäre. Erfreulich für Etgert ist das satte Plus des Forstes, der den Gemeindesäckel unterm Strich mit 5570 Euro füllt. Sicherer Einnahmen kann sich das Dorf auch aus der erst kürzlich verlängerten Jagdverpachtung gewiss sein. Knapp 8000 Euro fließen so in den Verwaltungshaushalt. Die Bürger haben unter diesen Umständen keine Erhöhung der Gebühren und Hebesätze zu erwarten. Mit einem Antrag auf Ausbau der Kreisstraße 84 denkt die Gemeinde langfristig. Die Strecke sei in einem schlechten Zustand, begründet Weirich den Wunsch, die Route ins Kreisstraßenbauprogramm aufzunehmen.