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Event Harley und Wein seit 23 Jahren in Ürzig an der Mosel

Motorradtreffen : Ürzig: Harley-Fahrer schätzen die familiäre Atmosphäre (Fotos)

Das Harley-Treffen in Ürzig zog am Wochenende 1800 Besucher an. Am Korso nahmen 700 Fahrer teil. Zum ersten Mal gab es bei dem Event kein Festzelt.

Entspannt war die Stimmung am Wochenende in Ürzig. Am Mosel­ufer standen Hunderte Motorräder der Marke Harley Davidson, Paare und Gruppen schlenderten vorbei, blieben stehen, staunten, diskutierten über Trittbretter, Lackierungen und Sonderausstattungen.

Verschiedene Stände waren aufgebaut mit Schmuck, Taschen oder T-Shirts. Es gab Anstecker, mit denen man an einer Verlosung teilnehmen konnte, und eine große Bühne, auf der abends verschiedene Bands spielten. An verschiedenen Essens- und Getränke­ständen konnte man sich stärken.

Zum ersten Mal in der 23-jährigen Geschichte des Festivals „Harley und Wein“ gab es kein großes Festzelt, sondern alles unter freiem Himmel. Arno Michels, der die Veranstaltung von Anfang an gemeinsam mit dem „Mainhattan Chapter“ organisiert, berichtet: „Wir haben mit den Planungen schon früh begonnen und wussten damals noch nicht, wie die Corona-Bedingungen im August aussehen würden. Deshalb haben wir die Veranstaltung komplett draußen geplant, und wir sind sehr froh, dass das Wetter gepasst hat.“

Insgesamt waren 34 Chapter – das sind Zusammenschlüsse von Harley-Fans einer Region – aus ganz Deutschland vertreten. Es waren auch Motorrad-Fahrer aus England, Skandinavien und den Benelux­staaten in Ürzig. Die weiteste Anreise hatte ein Harley-Besitzer aus Schweden. Insgesamt waren rund 1800 Besucher am Wochenende bei „Harley und Wein“. Am Korso, der über Bernkastel-Kues und Wittlich führte, nahmen 700 Fahrer teil.

Besonders schätzen die Harley-Fans die familiäre Atmosphäre an der Mosel. „Es ist hier bei uns anders als in der Großstadt. Hier helfen am gesamten Wochenende 70 Ehrenamtliche aus dem Dorf mit – und das gibt es sonst nirgendwo“, erläutert Michels. Einzigartig ist auch die Lage direkt an der Mosel, die Svenja und Felix Kroll zu schätzen wissen. Sie sind bereits zum dritten Mal dabei. „Es ist hier familiär und gemütlich. Es dauert hier keine fünf Minuten, und schon ist man mit anderen Menschen im Gespräch. Hier sind auch immer sehr schöne Maschinen, und können uns über unser Hobby austauschen.“ Weiter sagen sie: „Wir hatten aus dem Kreis Steinfurt ungefähr vier Stunden Anreise, sind in einer Ferien­wohnung untergebracht und wollen auch nächstes Jahr wieder dabei sein.“

Zum ersten Mal in Ürzig sind Sabine und Kai Müller. Sie haben auf einem Stellplatz für ihr Wohnmobil­ am Rhein von „Harley und Wein“ gehört und hierher einen Abstecher gemacht. „Im nächsten Jahr wollen wir auf jeden Fall früher hier sein und uns einen Wohnmobil­stellplatz reservieren.“

Die Idee zur Veranstaltung entstand bereits im Jahr 1999. Gerd Schuster, Mitglied des „Mainhattan Chapters“ war bei einer Weinprobe in Ürzig, und dort wurde die Idee geboren. Der damalige Ortsbürgermeister Arno Simon und der damalige Präsident des Chapters, Eberhard Nauheim, haben es in die Wege geleitet. Bis heute funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fotos: Harley und Wein Treffen in Ürzig