Ex-Moselbahn-Gelände soll schöner werden

Ex-Moselbahn-Gelände soll schöner werden

Der kleine Park an der Tourist-Info Piesport wird erweitert und aufgewertet. Mit Hilfe eines nun zugesagten Leader-Zuschusses soll das einstige Moselbahn-Bahnhofsgelände für 300 000 Euro in Szene gesetzt werden.

Piesport. Piesport putzt sich heraus, auch dank neuer Zuschüsse: Nachdem die Ortsdurchfahrt ansprechend ausgebaut ist, soll nun der Park am Heinrich-Schmitt-Platz verschönert werden. Das neue Gesicht für das Gelände am Weinbrunnen unterhalb der Grundschule steht seit Jahren auf der Wunschliste der Gemeinde.
Nun rückt der Traum von einer Promenade zwischen Sparkasse und Metzgerei in greifbare Nähe. Denn der Weinbau- und Urlaubsort erhält 60 Prozent Zuschuss aus dem europäischen Leader-Programm, das den ländlichen Raum fördert. Laut Ortsbürgermeister Karl Heinz Knodt liegt die Zusage seit wenigen Tagen vor. Insgesamt soll das Vorhaben rund 300 000 Euro kosten.
Die Gemeinde wird nun möglichst bald ein Fachbüro mit einer konkreten Planung beauftragen und sich zügig an die Realisierung machen. Denn die Förderzusage ist an einen Termin gebunden: bis Ende Juni 2015 müssen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Haltepunkt für Bahn-Fans


Grundlage der Planung wird ein vor drei Jahren erarbeitetes Konzept der Dorfmoderatoren des Bopparder Büros Stadt-Land-Plus sind. Ein zentraler Baustein dabei ist die Aufwertung des ehemaligen Moselbahn-Bahnhofsgeländes.
Es soll ansprechend in Szene gesetzt werden: mit Infopunkten, die mit Texten und Fotos die Bedeutung der Station vor Augen führen, und Haltepunkten für Bahn-Fans, Wanderer und Radfahrer, für die außerdem eine E-Bike-Ladestation eingerichtet werden soll.
Der bereits vorhandene kleine Park soll dafür komplett neu gestaltet und bis zur Metzgerei verlängert werden. Durch das barrierefreie Gelände mit etlichen Sitzgelegenheiten wird der Radweg verlaufen. Außerdem könnte ein Wasserband entlang der ehemaligen Bahntrasse die Aufenthalts- und Spielflächen für Menschen jeden Alters gliedern.
So wäre abgesehen vom Kinderspielplatz, der wie berichtet bereits neue Geräte erhält, beispielsweise eine Boulebahn denkbar. Die beiden Zugänge zu der entlang der B 53 verlaufenden grünen Promenade sollen attraktiv gestaltet werden. Außerdem sind Überquerungshilfen als Brücken zu Geschäften und Gastronomiebetrieben angedacht.
Die Flächen an der Tourist-Info mit dem Gemeindebüro sollen weiterhin für Veranstaltungen genutzt werden können.
Doch nicht nur im Zentrum soll sich einiges tun. So will die Gemeinde in diesem Jahr auch endlich die Straßen im Gewerbegebiet Wenigerflur erschließen. 450 000 Euro sind dafür einschließlich Grundstückskäufen veranschlagt.
Weitere 46 000 Euro kostet der Schiffsanleger, der für das Römische Weinschiff Stella Noviomagi gebaut und über das Leader-Villenprojekt gefördert wird. Ziel ist, die römische Kelteranlage in Piesport mit einzubinden in die Weinschiff-Kulturfahrten. Außerdem muss Piesport restliche 170 000 Euro für den Ausbau der B 53 bezahlen. Alles in allem soll eine Dreiviertelmillion Euro investiert werden, wofür 430 000 Euro Kredit benötigt werden. urs

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