Experten bilden sich weiter

Sprachexperten aus Rheinland-Pfalz haben bei einer Tagung in Wittlich Grundlagen und Konzepte verschiedener Sprachförderprogramme kennengelernt. Die Tagung wurde zum ersten Mal in Wittlich veranstaltet.

Wittlich. Elf Jahre lang ist die Fachtagung "Hast Du Worte ..." in Mainz veranstaltet worden und war Impulsgeber für neue Entwicklungen und Wege, die in der Sprachbildung bestritten wurden. Seit einigen Jahren ist die Tagung jetzt in einzelnen Regionen des Landes zu Gast, die vierte regionale Sprachtagung war jetzt in Wittlich.
Diese wurde von 80 Teilnehmern besucht, die aus Kitas, Grundschulen, Fachberatungen und Fachschulen der Region Trier kamen. Im Rahmen der Tagung in Wittlich lernten sie Grundlagen und Konzepte verschiedener Sprachförderprogramme kennen.
So zeigte Professorin Gisela Kammermeyer in ihrem Vortrag, weshalb zur Weiterentwicklung der Qualität der Sprachbildung und Sprachförderung eine Fokussierung auf die Anregungsqualität sinnvoll ist. Anne Heck und Jenny Klasen stellten in einem praxisnahen Dialog die Konzepte des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung und Förderung vor. Jenny Klasen ist seit 2011 als Fachkraft für Sprachbildung in der Kita Wittlich-Neuerburg tätig. Die Stelle wurde vom Bund im Rahmen des Bundesprojekts "Schwerpunkt-Kita Sprache und Integration" geschaffen und finanziert. Die Kita Neuerburg hatte von 2011 bis 2015 daran teilgenommen, das Team wurde während der vier Jahre von Anne Heck als Multiplikatorin des DJI begleitet und qualifiziert. Von diesem Jahr bis 2020 nimmt die Einrichtung am Bundesprojekt Sprachkita teil, die Stelle der Fachkraft für Sprachbildung wird weiterhin vom Bund finanziert.
Karen Schönenberg als verantwortliche Referatsleiterin im Ministerium für das Thema Sprachbildung in Kindertagesstätten informierte in Wittlich zudem über die weitere Entwicklung im Land.
Die Fachtagung in der Synagoge Wittlich richtete sich an Sprachexperten aus Kindertagesstätten und Grundschulen, an Fachberater, Fach-und Leitungskräfte sowie an Lehrer an Fachschulen. Veranstalter waren das rheinland-pfälzische Bildungsministerium, das Landesamt Soziales Jugend und Versorgung, das Landesjugendamt sowie das sozialpädagogische Fortbildungszentrum. red