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Experten sprechen über die Chancen und Perspektiven des Tourismus

Forum : Mehr Geld, mehr Touristen

Experten sprechen über die Chancen und Perspektiven des Tourismus in der Region.

Mit dem „Forum Tourismus“ hat die CDU Bernkastel-Wittlich eine Veranstaltung initiiert, bei der die aktuellen Chancen und Herausforderungen im Bereich des Tourismus der Regionen Eifel, Mosel und Hunsrück diskutiert wurden. Alexander Licht, MdL, der auch als Obmann in der Enquete-Kommission Tourismus tätig ist, verdeutlichte zu Beginn als Moderator des Forums, dass Rheinland-Pfalz mit einem touristischen Wachstum von 0,9 Prozent weit hinter dem Bundesdurchschnitt liege. Daran anschließend griff er mit dem Kongresstourismus einen wachsenden Zukunftsmarkt auf. Denn gerade kleinere Kongresse mit bis zu 100 Teilnehmern, könnten eingebettet in die in der Region vorhandene touristische Infrastruktur und Kulturlandschaft stattfinden. Sie stellten eine wirkliche Wachstumschance dar, so Licht.

Simone Röhr von der Regional­initiative Faszination Mosel erläuterte zunächst die geplante Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Regionalinitiative, bevor sie hervorhob, dass das Ziel sein müsse, die Mosel zur führenden Genussregion Deutschlands werden zu lassen. Sabine Winkhaus-Robert, Geschäftsführerin der Mosellandtouristik betonte einerseits den hohen Stellenwert des Tourismus für die Region selbst, andererseits aber auch als starke Tourismusregion für Rheinland-Pfalz. Allerdings müssten die sinkenden Bettenzahlen auch als Herausforderung für die Zukunft gesehen werden.

Die enorme Bedeutung der kommunalen und regionalen Organisationsstruktur der Tourismusförderung und der Zusammenarbeit untereinander hob Jörg Lautwein als Geschäftsführer des Moselgästezentrums Bernkastel-Kues hervor, und betonte zugleich das Online-Marketing als Chance der Zukunft. Hierfür müsse zunächst ein Datenschatz aufgebaut werden, den man aber später auch mithilfe entsprechender digitaler Produkte in der Region und für die Region einbauen müsse.

In der anschließenden Diskussion ging es zum Beispiel darum, dass man die Quellmärkte erweitern müsse, beispielsweise in den französisch sprechenden Raum, hierfür aber auch entsprechende touristische und sprachlich unterstützte Angebote liefern solle. Gegen Ende der Veranstaltung wurde noch einmal deutlich, dass viele Möglichkeiten bestehen, das Wachstum im Tourismussektor anzuheben, dies aber nur gelingen kann, wenn mehr finanzielle Mittel im Landeshaushalt bereitgestellt werden. Weitere Verbesserungen im Ausbau des Radwegenetzes sollten auf der Agenda bleiben.

Konkretes Ergebnis des Abends:  Dehoga-Präsident Gereon Haumann sicherte allen Mitgliederbetrieben im Kreisverband die Übernahme der Übersetzung von Speisekarten ins Französische in Kooperation mit der Hotelfachschule zu.