EXTRA

Zecken sind Spinnentiere, die Blut saugen müssen, um sich weiter- entwickeln zu können. Sie sitzen bevorzugt in Übergangszonen wie Waldrändern, Lichtungen oder Wegen an warmen Südhängen. In unterschiedlich hoher Vegetation - kleinere Tiere im Gras, ältere an Sträuchern oder Büschen - harren sie auf einen Wirt.

Von diesem lassen sie sich oft kilometerweit mitnehmen, bevor sie sich - nach Tagen gesättigt - wieder abfallen lassen. Von Bäumen lassen sie sich laut Lischke aber nicht fallen: "Das ist natürlich Unfug - die müssten dann ja wieder hochklettern." Risiken Zecken können Enzephalitis übertragen, eine virusbedingte (FSME) Hirnhautentzündung. Inkubationszeit: sieben bis zehn Tage. Symptome: grippeähnlicher und zweiphasiger fieberhafter Verlauf. Seit 30 Jahren ist eine vorbeugende Impfung möglich. Weit verbreitet ist zudem die Borreliose, eine durch Zeckenbiss übertragene bakterielle Infektionskrankheit mit einer Inkubationszeit von bis zu mehreren Wochen. Symptome: Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber, Hautrötung. Als Spätfolgen können Gelenk-, Herzmuskel- und Nervenentzündungen auftreten. (urs)

Mehr von Volksfreund