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Chronologie Die Idee zur Schaffung einer Passage ist schon alt und stammt noch aus Ex-Bürgermeister Hagedorns Zeiten. Damals hoffte man, einen Investor zu finden, der mehrere Gebäude an der Neustraße zusammenfasst, um großflächige Räumlichkeiten für Ladenlokale zu schaffen und in das Projekt eine Passage integriert.

Das scheiterte an den Eigentümern, die nicht verkaufen wollten, oder kein Interesse an der Idee hatten. Dann kaufte die Stadt Anfang 2003 das Haus Neustraße 10, das mittlerweile leer stand. Im Jahr 2005 erwarb sie auch das Nebengebäude Nummer 12. Was kostete die Stadt diese Vorabinvestition? "Die Stadt hat für den Ankauf der beiden Gebäude etwas über 300 000 Euro bezahlt", informierte damals Pressesprecher Ulrich Jacoby. Damit war die Stadt im Besitz von etwa 203 Quadratmetern Grundfläche bei einer Gesamtbreite von 13,50 Metern. Die Suche nach einem Investor ging weiter. Damals sagte Jacoby auch: "Die Passage soll möglichst in öffentlich-privater Kooperation gebaut werden. Wir können uns vorstellen, dass die Stadt die Kosten der Passage übernimmt und der private Investor das Gebäude oberhalb oder seitlich davon ausführt und auch ins Eigentum übernimmt." Für den Durchbruch hatte die Stadt im Haushalt 2006 200 000 Euro reserviert. Das brachte Leo Kappes in der Januarsitzung vor einem Jahr in Erinnerung, als Stadträte forderten, insbesondere in der Neustraße müssten endlich "sichtbare Erfolge" in Sachen Gestaltung möglich werden. Ende 2006 sollte ein "Erfolg" greifbar werden, als klar war, dass die Firma Krebs als Investor tätig werden will. "Krebs Planen, Bauen, Verwalten" soll das Grundstück praktisch geschenkt bekommen und von der Stadt 130 000 Euro für den Abriss dazu erhalten. Dafür muss Krebs in Absprache mit der Stadt die Passage realisieren. Der Durchgang selbst solle dann im städtischen Eigentum bleiben, hieß es. Die vertraglichen Details müssen aber noch beschlossen werden. (sos)