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Fahrkartengeld für 50 Lüxemer Schüler bleibt ein Politikum

Fahrkartengeld für 50 Lüxemer Schüler bleibt ein Politikum

Müssen ab dem kommenden Schuljahr 50 Kinder aus Lüxem zu Fuß zur Schule gehen oder ihre Eltern für den Bus zahlen? Der Kreis übernimmt die Kosten nicht mehr. Bürgermeister Joachim Rodenkirch will deshalb dem Landrat schreiben, und der Ortsbeirat wird sich am Mittwoch mit dem Thema beschäftigen.

Wittlich. Zu Fuß gehen oder für den Bus zahlen: Das sollen ab dem neuen Schuljahr auch 50 Schüler der Klassen 5 bis 10 aus Lüxem.
Die Neuregelung sollte zudem 16 Schüler vom Kueser Plateau betreffen: Für sie wurde die Einsparung zurückgezogen, weil ihr Fußweg als zu gefährlich eingestuft wurde. Und die Wehlener haben am Montag für ihre 53 Schüler vor dem Kreishaus protestiert und 300 Unterschriften gesammelt: Für sie steht fest, dass die Neuregelung ebenfalls bedeutet, dass die Kinder über einen unsicheren Weg zum Schulzentrum gehen müssen (der TV berichtete mehrfach).
Hintergrund der Empörung: Der Landkreis ist vom Landesrechnungshof aufgefordert worden, die Ausgaben für die Fahrtkosten zu streichen. Argument: Die rechtliche Grundlage für die Zuschussgewährung fehle, der Kreis gebe 60 000 Euro zu viel für den Schülertransport aus.
Im Gegensatz zu dem öffentlichen Widerstand an der Mosel ist man in Wittlichs Stadtteil Lüxem bislang ruhig geblieben. In der vergangenen Stadtratssitzung hat jedoch Bürgermeister Joachim Rodenkirch angekündigt, er wolle Landrat Gregor Eibes "im Interesse der zu befördernden Schüler" anschreiben.
Mit dem Thema beschäftigt sich jetzt auch der Lüxemer Ortsbeirat. Der Punkt "Schülerbeförderung zu weiterführenden Schulen" wird im öffentlichen Teil der Sitzung am Mittwoch, 28. November, ab 19 Uhr im Pfarrheim besprochen. sos