Farbenfrohes Fest der Völkerverständigung
Kröv · Es ist ein Fest des Weines, der Heiterkeit, der Tradition und der Völkerverständigung. Seit 57 Jahren treffen sich in Kröv Trachtengruppen aus aller Welt und bringen internationales Flair in die Moselgemeinde.
Kröv. Das Internationale Kröver Trachtentreffen gehört zu den schönsten Festen an der Mosel. Viele Kröver sind eingespannt, sie helfen, organisieren, schmücken, schenken Wein aus und kümmern sich um die vielen Gäste aus dem In- und Ausland. Seit Tagen sind die 2500 Gästebetten im Ort ausgebucht.
Bunte Trachten bestimmen vier Tage lang das Bild. Jahr für Jahr kommen Trachtengruppen und Musikkapellen aus ganz Europa an die Mosel und präsentieren dort ihr heimatliches Brauchtum. Erstmals war eine Gruppe aus Argentinien zu Gast in Kröv. Die Compania Argentina de Danzas Sentires sorgte mit ihren farbenfrohen Kostümen und südamerikanischen Rhythmen für eine ganz besondere Note. Gruppen aus Holland, aus der Schweiz, England, der Ukraine und aus vielen Regionen Deutschlands erfreuten mit landestypischen Tänzen die Besucher.
Erster Höhepunkt im Festgeschehen ist die Krönung der Kröver "Mosella". Am Freitagabend nahm "Mosella" Jennifer Kuschina Abschied, ihre Nachfolgerin Kathrin Klein übernahm die Krone. In ihrem Amt wird sie begleitet von Weinprinzessin Kathrin Schnitzius.
Das Trachtentreffen ist auch ein Fest der Völkerverständigung: Schon vor 57 Jahren, als der Europa-Gedanke in der Bevölkerung noch kaum entwickelt war, spielten die Kröver sozusagen Vorreiter. Landrat Gregor Eibes, Festredner am Samstagabend, sagte: "Tradition, Moderne und Weltoffenheit stehen beim Kröver Trachtentreffen im Einklang." Eibes lobte die aktive Dorfgemeinschaft, den Zusammenhalt und die Cleverness der Kröver, die es schafften, ihren Ort und Wein immer wieder überregional bekanntzumachen.
Eibes und etwa 1000 weitere Besucher erlebten am späten Samstagabend dann den zweiten Höhepunkt des Festes: die große Fol-kloreschau auf der schwimmenden Moselbühne. Später, nach Einbruch der Dunkelheit, tanzten dann mehrere Tausend schwimmende Lichter auf den Wellen der Mosel. Langsam trieben sie an der Bühne vorbei, während der in ein bengalisches Feuer getauchte Berg gegenüber zu brennen schien.
Eine märchenhafte Szenerie — unvergesslich für jeden, der sie zum ersten Mal sah. Am Sonntagnachmittag zogen bei herrlichem Sonnenschein 40 Trachtengruppen, Musikkapellen und Motivwagen beim farbenprächtigen Umzug durch den schmucken Moselort.