Fast zehn Millionen investiert

Einige Millionen Euro werden derzeit in Hochscheid investiert. Und zwar in ein Unternehmen, das für Decker-Holz die Weiterverarbeitung übernimmt. In dem bereits im Dezember in Betrieb gegangenen Teilbereich sind derzeit 15 Mitarbeiter beschäftigt.

Hochscheid. Die Bauarbeiten auf dem Areal der Hochscheider Firma Decker-Holz scheinen kein Ende zu nehmen. Nachdem in unmittelbarer Nachbarschaft zum Sägewerk zwei Trockenkammerblocks bereits ihren Betrieb aufgenommen haben, wird dort derzeit ein Hobelwerk aufgebaut. Bauherr ist allerdings nicht das Unternehmen Karl Decker, das zur belgischen Fruytier-Gruppe gehört, sondern das "Hochscheider Trocknungs- und Hobelwerk". HTH, so die Kurzbezeichnung, ist ein Unternehmen des belgischen Dienstleisters "RSB", der seit Jahren mit Fruytier kooperiert. Für Decker-Holz birgt die Neuansiedlung den großen Vorteil, dass ab sofort teure Transportkosten für die bisher in Belgien erfolgte Weiterverarbeitung entfallen."Das ist eine Standortsicherung für Decker-Holz", kommentiert Geschäftsführer Reijo Ranki. Denn ohne Veredelung vor Ort sei auf Dauer kein Geschäft zu machen, macht er vor dem Hintergrund der mehr als 200 Kilometer Distanz zum belgischen Werk deutlich. Die Trockenkammer mit einer Trocknungskapazität von jährlich 100 000 Kubikmetern hat bereits im Dezember ihren Betrieb aufgenommen. Bis Ende Februar oder März soll auch das Hobelwerk starten. Außerdem wird ein Vier-Megawatt-Heizwerk installiert, das mittels Rindenverbrennung den Wärmebedarf der Trockenkammern sicherstellen soll. Die Rinde wird natürlich Decker-Holz liefern. Dieser weitere Schritt der Veredelung liefere quasi schon das Endprodukt, erklärt HTH-Geschäftsführer Michael Merten. "Das heißt, die Wertschöpfung bleibt hier und wird nicht nach außen abgegeben", bringt er den Hauptvorteil der "Weiterverarbeitung direkt nebenan" auf den Punkt.Neue Fachkräfte werden derzeit geschult

Das Investitionsvolumen beziffert Merten auf sieben Millionen Euro. Aber nur im "ersten Step". In der Summe enthalten seien der Trockenkammerblock mit zehn Kammern, Hobel- und Heizwerk sowie erforderliche Platz- und Wegebefestigungen. Bis 2009 sollen auf dem rund 30 Hektar großen Holzverarbeitungs-Areal noch Zwischenlager-Hallen gebaut werden sowie ein Kesseldruckimprägnierwerk. Unterm Strich werden dafür voraussichtlich weitere zwei Millionen Euro investiert. Abgesehen von der Investition ist es aber auch erfreulich, dass im neuen Werk zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen wurden. Bisher sind laut Merten 15 Mitarbeiter bei HTH beschäftigt. Weitere Fachkräfte werden derzeit geschult und sollen entsprechend der Auslastung des neuen Werkes zum Einsatz kommen.