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Fasten und wandern für Menschen in Mali

Fasten und wandern für Menschen in Mali

Mehr als 5000 Kilometer ist das westafrikanische Toroli vom Hunsrück entfernt. Trotzdem soll der Ort bald Hilfe aus der Region bekommen. Beim Hungermarsch der Mali Hilfe sollen Spenden für das Dorf gesammelt werden.

Morbach/Merscheid. Sauberes Wasser ist in der Sahelzone Mangelware. In dem Gebiet, das sich wie ein Gürtel vom Osten zum Westen des afrikanischen Kontinents spannt, kommt es immer wieder zu Dürren und Hungersnöten. Auch das Land Mali liegt in dieser Zone - es gehört zu den ärmsten der Welt. Durch Keime im Trinkwasser verbreiten sich hier Krankheiten wie Cholera, Malaria und Tuberkulose. Viele Säuglinge sterben schon bei oder kurz nach der Geburt.
In Toroli, einem Ort mit rund 3000 Einwohnern im Süden Malis, sieht die Lage mittlerweile hingegen schon besser aus. Dort konnte der Morbacher Verein Mali Hilfe mit Spendengeld eine Entbindungsklinik einrichten. Die Kindersterblichkeit hat sich seitdem von rund 20% auf 9% gesenkt.
Die Wasserknappheit bleibt aber auch hier ein Problem. Der Verein will in Toroli deshalb ein Gesundheitszentrum mit Wasserversorgung bauen. Der Strom für die Anlage soll aus Sonnenenergie kommen. Um dieses Projekt zu finanzieren, veranstaltet die Mali Hilfe wie jedes Jahr einen Hungermarsch - eine neun Kilometer lange Wanderung von Merscheid nach Gutenthal. Der Erlös der Veranstaltung geht direkt nach Toroli.
Der 28. Ökumenische Marsch unter dem Motto "Aufstehen - aufeinander zugehen!" beginnt am Sonntag, 6. März, um 10 Uhr an der Merscheider Pfarrkirche St. Georg und führt dann über Weiperath und Rapperath nach Gutenthal.
Im vergangenen Jahr kamen bei der Aktion Spenden von rund 5000 Euro zusammen. red